Forum für digitale Vermögenswerte

Das Forum für digitale Vermögenswerte (FDV) ist eine Fachkonferenz in Frankfurt für Menschen, die vermögende Kunden beraten oder Kapitalanlagen verwalten. Web3 Network und FINFOR organisieren das Forum. Die Gespräche behandeln digitale Anlageformen und ihren Einsatz in der Vermögensverwaltung.

Das Forum bringt Anlageexperten mit Fachleuten für die Technik und die Regeln digitaler Vermögenswerte zusammen. Die Teilnehmer besprechen, wie diese Anlagen verwahrt und in Portfolios eingesetzt werden können. Das Format ermöglicht Beratern, praktische Fragen zu klären, bevor sie Angebote entwickeln oder Anlageentscheidungen treffen.

Veranstalter und fachliche Weiterbildung

Web3 Network organisiert das FDV gemeinsam mit FINFOR, der Initiative Finanzplaner Fortbildung. FINFOR veranstaltet Fortbildungen und Netzwerktreffen für Finanzplaner in Frankfurt. Die Zusammenarbeit verbindet ein Investorennetzwerk mit Schwerpunkt Blockchain mit einem Format für Finanzplaner. Die Konferenz findet überwiegend auf Deutsch statt; einzelne Diskussionen werden auf Englisch geführt.

Private Banking und Vermögensverwaltung

Zur Zielgruppe gehören Private Banker, Portfoliomanager und Family Offices. Unabhängige Vermögensverwalter und Finanzplaner nehmen ebenfalls teil. Diese Tätigkeiten umfassen unterschiedliche Entscheidungen: einen Kunden beraten, ein Anlageinstrument auswählen oder Vermögen im Rahmen eines Mandats verwalten. Das FDV behandelt digitale Anlagen aus diesen Perspektiven, einschließlich der Fragen, die Berater im Private Banking beschäftigen.

Digitale Vermögenswerte: Bedeutung und Anlageformen

Digitale Vermögenswerte umfassen Kryptowerte wie Bitcoin und Anlagen, die als Token erfasst werden. Welche Rechte ein Token vermittelt, hängt von seiner Ausgestaltung ab. Eine Kryptowährung, eine Anleihe und ein Fondsanteil sind unterschiedliche Anlagen, auch wenn alle verteilte Register nutzen. Für professionelle Anleger bestimmt die rechtliche Einordnung, welche Regeln und Abläufe geprüft werden müssen.

Tokenisierung und Fondsanteile

Die Tokenisierung erfasst einen Vermögenswert oder ein Recht digital in einem verteilten Register. Tokenisierte Wertpapiere können Ansprüche gegenüber einem Emittenten abbilden. Ein tokenisierter Fonds erfasst seine Anteile digital; daraus folgt nicht, dass der Fonds selbst in Kryptowährungen investiert. Der BVI unterscheidet blockchainbasierte Fondsanteile von Fonds, die in Kryptowerte investieren. Diese Unterscheidung trennt die Technik zur Erfassung der Anteile von der Anlagestrategie.

Bitcoin im Portfolio

Die Gewichtung von Bitcoin im Portfolio hängt von den Zielen eines Anlegers und seiner Fähigkeit ab, Verluste zu tragen. Eine Entscheidung erfordert auch einen Blick auf die Liquidität und das Zusammenspiel mit anderen Anlagen. Direkter Besitz und der Zugang über ein Finanzprodukt haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Anlagediskussionen des FDV behandeln Portfoliostrategien und Risikomanagement. Teilnehmer können fachliche Ansätze vergleichen; ein Konferenzvortrag ist keine persönliche Anlageempfehlung.

Verwahrung und Regulierung

Die Kryptoverwahrung betrifft die sichere Aufbewahrung von Vermögenswerten oder den Mitteln für den Zugang zu ihnen. MiCA enthält Anforderungen an Vereinbarungen, Verwahrungsregeln und Kundenaufzeichnungen. Vermögenswerte, die als Finanzinstrumente eingestuft werden, fallen nicht in ihren Anwendungsbereich. Das ist bei der Prüfung eines Kryptodienstes und eines tokenisierten Wertpapiers zu beachten: Dieselbe technische Methode kann für Produkte mit unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen genutzt werden.

Bei der Verwahrung muss ein Kunde verstehen, wer den Zugang kontrolliert und wie Vermögenswerte zurückgegeben werden. Nach MiCA sind Kundenbestände von den eigenen Beständen des Anbieters zu trennen. Diese Schutzvorkehrungen betreffen die Verwahrung; sie verhindern keine Marktwertverluste. Die Anlageprüfung muss deshalb den Vermögenswert und den Dienst für seine Aufbewahrung betrachten.

Vorträge, Panels und Fokus-Sessions

Das Programm verbindet Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Fokus-Sessions. Eine Diskussion auf der Hauptbühne kann Positionen verschiedener Anlageunternehmen gegenüberstellen; eine kleinere Session kann eine konkrete operative Frage behandeln. Teilnehmer können in diesen Formaten nachfragen, wie ein Anlageansatz funktioniert und wo seine Grenzen liegen. Die Referenten und die einzelnen Veranstaltungsthemen unterscheiden sich zwischen den Ausgaben.

Fachwissen aus der Fondsbranche

Dr. Tim Kreutzmann vom BVI hat beim FDV eine Diskussion über institutionelle Portfolioentscheidungen moderiert. Zu seinen Aufgaben beim BVI gehören Digital Assets und Anlegerregulierung. Damit fließt die regulatorische Perspektive der Fondsbranche in das Forum ein. Der BVI-Kryptoleitfaden erläutert ergänzend die Anlagemöglichkeiten verschiedener Fondstypen.

Teilnahme und Interessenbekundung

Die Teilnahme wird über eine Interessenbekundung bei den Veranstaltern vorbereitet. Das FDV nutzt ein einladungsbasiertes Format. Teilnahmebedingungen, Gebühren und die Anerkennung als Fortbildung hängen von der jeweiligen Ausgabe und der Teilnehmergruppe ab. Für Interessenten ist der fachliche Schwerpunkt maßgeblich: Die besprochenen Fragen sollten zu den Aufgaben ihrer Beratungspraxis oder ihres Investmentteams passen.

Veranstaltungen in Frankfurt

Forum für digitale Vermögenswerte und Finance Loop

Finance Loop ist Partner des FDV. Die Partnerschaftsankündigung dokumentiert die Zusammenarbeit mit dem Forum. Finance Loop verbindet Fachleute für digitale Vermögenswerte mit Experten aus Anlagegeschäft und Finanztechnologie.

Finance Loop bringt Menschen zusammen, die sich mit neuen Technologien im Finanzwesen beschäftigen. Die Meetups ermöglichen den fachlichen Austausch über einzelne Konferenzen hinaus.

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