Krypto im Mandat: drei Fragen vor der Quote
Ein Vermögensverwalter, der Krypto in ein Kundenmandat nehmen soll, hat drei Fragen vor der interessanten zu beantworten. Wo werden die Werte verwahrt, wie wird die Empfehlung als geeignet dokumentiert, und wie erscheint die Position im konsolidierten Reporting des Kunden. Erst danach zählt die Höhe der Quote.
Jede der drei ist lösbar, und keine löst der bestehende Aufbau des Hauses. Die Verwahrstelle, die alles andere hält, hält meist kein Krypto, die Geeignetheitsakte braucht Fragen, die das übliche Profil nicht stellt, und das Reportingsystem hat für eine Münze keine Gattung.
Verwahrwege, die ein Verwalter wirklich anbieten kann
Es gibt vier Wege, geordnet danach, wie viel der Verwalter bauen muss.
Eine Produkthülle ist der kürzeste: Ein Krypto-ETP oder ein Fonds liegt im bestehenden Depot ohne jedes Verwahrprojekt, und die gewohnte Verwahrstelle wickelt ab. Ein Zertifikat tut dasselbe mit definiertem Auszahlungsprofil.
Ein beaufsichtigter Krypto-Verwahrer hält die Münzen direkt, auf Grundlage eines Vertrags zwischen Kunde oder Verwalter und diesem Verwahrer, was echtes Krypto-Exposure gibt und einen Kontrahenten, eine Aufnahme und einen operativen Prozess hinzufügt. Eine Anbindung über einen Spezialisten oder eine Plattform setzt jemanden zwischen Verwalter und Markt, und diesen Weg gehen die meisten Häuser zuerst. Und die Selbstverwahrung des Kunden, bei der er die Schlüssel hält und der Verwalter zu einem Wert berät, den er nicht bewegen kann, zerlegt Reporting und Verwaltungsmandat gleichermaßen. sFOX nennt für Berater denselben Punkt: Die bestehenden Verwahrbeziehungen reichen nicht einheitlich auf digitale Werte, der Status eines Krypto-Verwahrers muss also geprüft und nicht angenommen werden.
Geeignetheit nach MiFID II für eine Krypto-Empfehlung
Geeignetheit heißt, dass die Empfehlung zu Zielen, finanziellen Verhältnissen, Kenntnissen und Erfahrungen sowie zur Verlusttragfähigkeit des Kunden passt und dass diese Passung so dokumentiert ist, dass eine Aufsicht sie später lesen kann. Bei Krypto reicht der übliche Fragebogen nicht, denn die Risiken sind nicht nur Marktrisiken.
Die Akte braucht kryptospezifische Fragen. Versteht der Kunde, dass die Position um siebzig oder achtzig Prozent fallen kann, wie die eigene Historie zeigt. Versteht er, was Verwahrung hier bedeutet, dass ein verlorener Schlüssel ein endgültiger Verlust ist und ein Börsenguthaben eine Forderung gegen diese Börse. Welche Erfahrung hat er mit diesen Werten, was eine Kenntnisfrage ist, die das Profil erfassen und nicht unterstellen muss. Und der Schritt der Produktfreigabe: Der Verwalter muss einen Zielmarkt für das Instrument bestimmen und bestätigen, dass der Kunde darin liegt, und bei einem Produkt mit höchstem Risikoindikator wird genau dieser Schritt am häufigsten übersprungen.
Konsolidiertes Reporting über Verwahrer und Kette
Ein Kunde will eine Aufstellung, und Krypto kommt von einem Ort, den das Reportingsystem nie gelesen hat. Positionen liegen bei einem Krypto-Verwahrer, vielleicht auf einer Kette, in einer Anlageklasse, für die das Portfoliowerkzeug keine Kategorie hat, bepreist von einem Handelsplatz, den das System nicht bezieht.
Der Fehlerfall ist eine Krypto-Quote, die in einer eigenen Anwendung lebt, was dem Verwalter den Gesamtüberblick und dem Kunden eine einheitliche Aufstellung nimmt, und sFOX nennt dieselbe Sichtbarkeitslücke. Beheben heißt: eine Datenübergabe vom Verwahrer in das Portfoliosystem, eine vereinbarte Kursquelle, damit die Aufstellung des Kunden und die eigenen Bücher dieselbe Zahl zeigen, und eine Performancerechnung, die eine Position mit Staking-Ertrag behandelt. Die Kursrichtlinie hinter dieser Zahl behandelt die Krypto-Bewertung.
Nachlass und Zugriffsplanung
Das ist die Frage, die ein Vermögensverwalter als Einziger gut stellen kann, und die, die Kunden am häufigsten nicht geregelt haben. Ein Wertpapierdepot geht an Erben über ein Verfahren der Bank. Eine selbst verwahrte Münze geht an niemanden, wenn kein anderer den Schlüssel erreicht, und der Wert ist dann dauerhaft verloren und auf der Kette weiter sichtbar.
Die Planung hat drei Teile: ein Verzeichnis dessen, was existiert und wo, einen dokumentierten Zugriffsweg, der nicht am Gedächtnis einer Person hängt und die Schlüssel zu Lebzeiten nicht offenlegt, und einen Testamentsvollstrecker oder Erben, der weiß, dass es diesen Weg gibt. Ein beaufsichtigter Verwahrer löst das meiste davon, weil er ein Institut mit einem Nachfolgeverfahren ist. Krypto-Erbe stellt die deutsche Rechtslage dar und Bitcoin für Family Offices die Sicht eines Vermögensinhabers.
Welche Erlaubnis braucht ein deutscher Berater?
Das hängt am Instrument, und darin liegt die Falle. Beratung zu einem Krypto-ETP, einem Fonds oder einem Zertifikat ist Anlageberatung zu einem Finanzinstrument, gedeckt von den Erlaubnissen, die ein Vermögensverwalter nach dem Wertpapierinstitutsgesetz ohnehin hält, oder nach Paragraf 34f der Gewerbeordnung bei einem freien Berater.
Beratung zu einem Krypto-Wert, der kein Finanzinstrument ist, etwa Bitcoin selbst, fällt unter MiCA, wo Beratung zu Krypto-Werten und Portfolioverwaltung von Krypto-Werten erlaubnispflichtige Dienstleistungen eines Krypto-Dienstleisters sind. Ein Haus kann also für das Gespräch über das ETP voll zugelassen und für das Gespräch über die Münze nicht zugelassen sein, weshalb viele deutsche Verwalter ihre Beratung bewusst in Produkthüllen halten. Die CASP-Lizenz und die Krypto-Regulierung in Deutschland stellen die Erlaubnisse dar, und die BaFin veröffentlicht die Hinweise zur Grenze.
Wofür nimmt der Verwalter Gebühren?
Für das Mandat, auf derselben Grundlage wie für den Rest, und die ehrliche Fassung sagt klar, was die Gebühr kauft. Hält der Verwalter die Entscheidungsbefugnis und führt aus, ist die Arbeit Auswahl, Dimensionierung, Umschichtung und die operative Kontrolle der Verwahrung. Hält der Kunde die Münzen selbst und der Verwalter berät, kauft die Gebühr Beratung und Reporting, und der Verwalter kann nicht handeln, was in das Mandat geschrieben werden muss, damit die Verantwortung für eine versäumte Entscheidung klar ist.
Zwei Kostenposten gehören ins Gespräch, denn sie sind für den Kunden neu. Der Verwahrer berechnet die Krypto-Verwahrung getrennt vom Wertpapierdepot, und eine Produkthülle trägt ihre eigene laufende Gebühr über der Verwaltungsgebühr. Ein Kunde, der Direktbestand und ETP vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Kostenstapel, und es ist die Aufgabe des Verwalters, beide zu zeigen.
Soll ein Vermögensverwalter Krypto überhaupt anbieten?
Das ist eine Geschäftsentscheidung, und sie hängt daran, ob das Haus die operative Seite tragen kann, und nicht an einer Meinung zum Wert. Ein Verwalter, der Geeignetheit dokumentieren, einen Verwahrer prüfen, die Positionen in eine Aufstellung bringen und eine Nachlassfrage beantworten kann, hat eine Dienstleistung. Ein Verwalter, der diese vier Dinge nicht kann, bietet ein Gespräch an und sollte den Kunden an einen Spezialisten oder in eine Produkthülle leiten.
Die Nachfrageseite ist entschieden: Kunden halten diese Werte schon, oft außerhalb des Mandats und ohne Beratung, und ein Verwalter, der das Thema ablehnt, entfernt das Exposure nicht aus der Vermögensaufstellung des Kunden. Dieses Argument hat deutsche Privatbanken bewegt, beschrieben unter Private Banking in Frankfurt.
Krypto-Vermögensverwaltung und Finance Loop
Finance Loop ist der Treffpunkt für die Privatbankiers, freien Verwalter und Verwahrer in Frankfurt, die diese Dienstleistung aufbauen, und Finance Loop veranstaltet den Bitcoin-Kurs für Finanzberater genau für dieses Publikum. Mitglieder von Finance Loop sitzen auf der Beratungsseite und auf der Verwahr- und Produktseite, von der sie abhängt.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, etwa KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.