ChatGPT in Frankfurt: wo es gelehrt wird und was Banken fragen
ChatGPT ist der Assistent von OpenAI, den die meisten Frankfurter Finanzteams vor allen anderen probiert haben, meist über einen privaten Zugang und meist ohne Ankündigung. Die interessante Frage in dieser Stadt ist nicht mehr, was das Werkzeug kann, sondern wer es richtig lehrt und was ein regulierter Arbeitgeber klären muss, bevor ein Team es auf echte Dokumente lässt.
Frankfurt hat Kurse an den Hochschulen, einen IHK-Weg für Firmenschulungen, und die Stadtverwaltung betreibt selbst einen KI-Chatbot für Verwaltungsleistungen. Alle drei stehen unten.
Was ChatGPT ist und wer es baut
ChatGPT ist ein Produkt von OpenAI, einem Unternehmen aus San Francisco. Es antwortet im Chatfenster, nimmt Dateien an, sucht auf Wunsch im Web, schreibt und führt Code aus und verbindet sich mit anderer Software. Neben der Web-App gibt es Programme für Desktop und Handy sowie eine API für andere Anwendungen. OpenAI verkauft in derselben Familie auch ein Werkzeug zum Programmieren, OpenAI Codex, ein eigenes Produkt mit eigener Seite.
Im Finanzbereich sieht die übergebene Arbeit aus wie bei jedem Assistenten dieser Art: einen langen Bericht zusammenfassen, einen ersten Entwurf für ein Memo schreiben, Zahlen aus einer Tabelle ziehen, eine Vorschrift in einfacher Sprache erklären. Die Einschränkung ist ebenfalls dieselbe. Was zurückkommt, muss gegen die Quelle geprüft werden, bevor jemand danach handelt, und deshalb ist die brauchbare Gewohnheit die Frage nach der Textstelle, auf der die Antwort beruht.
Wo ChatGPT in Frankfurt gelehrt wird
Die Frankfurt School of Finance & Management bietet in ihrer Weiterbildung KI-Zertifikatsprogramme an, darunter ein Zertifikat AI for Finance, das maschinelles Lernen, neuronale Netze und generative KI im Kontext der Finanzbranche behandelt und mit dem Titel Certified Financial AI Expert endet. Die Frankfurt School schreibt, dass Programmierkenntnisse nicht nötig sind und IT-Grundverständnis hilft.
Für eine ganze Abteilung führt der zweite Frankfurter Weg über die IHK. Das IHK-Bildungszentrum bietet Inhouse-Firmenschulungen an, mit „Digitalisierung und KI“ als einem der genannten Themenfelder, in Präsenz oder online, in den eigenen Räumen des Unternehmens oder im Bildungszentrum, wobei das Unternehmen Inhalte und Umfang bestimmt und über ein Anfrageformular ein unverbindliches Angebot erhält. Alle Teilnehmer bekommen Teilnahmebescheinigungen mit den vereinbarten Inhalten.
Die Volkshochschule Frankfurt taucht in den Suchvorschlägen zur gleichen Frage auf und gibt Einführungskurse für Privatleute. KI-Schulungen in Frankfurt vergleicht diese Formate nach Niveau und Zielgruppe.
Was die Stadt Frankfurt selbst betreibt
Die Stadtverwaltung hat auf frankfurt.de einen eigenen KI-Chatbot für Verwaltungsleistungen eingerichtet, rund um die Uhr erreichbar über die Behördennummer 115. Journal Frankfurt hat ihn getestet und berichtet, dass er Fragen zu städtischen Leistungen natürlicher beantwortet als der Chatbot, den die Stadt vorher nutzte.
Für Leser aus dem Finanzbereich zählt das als Präzedenzfall, nicht als Produkt: Eine deutsche Verwaltung hat ein Sprachmodell vor Bürger gestellt und musste dieselben Fragen beantworten wie eine Bank, zu Daten, zu falschen Antworten und zur Verantwortung dafür.
Was eine Frankfurter Bank vor dem Rollout klärt
Bevor eine Bank ein Team mit einem Assistenten auf echte Dateien lässt, müssen vier Dinge schriftlich vorliegen. Wohin die Daten gehen und unter welchem Vertrag. Ob der Anbieter mit den Eingaben trainiert. Was protokolliert wird und wie lange, damit eine Prüfung eine Entscheidung nachvollziehen kann. Und wer die namentlich benannte Person ist, die jede Ausgabe prüft, die zu einem Kunden oder in eine Kreditakte geht.
Darüber liegen die Pflichten der KI-Verordnung, die am Anwendungsfall hängen und nicht am Werkzeug. Ein Modell, das eine interne Zusammenfassung schreibt, ist eine andere Sache als ein Modell, das einen Antragsteller bewertet, und das Zweite bringt Pflichten mit, die das Erste nicht hat.
Wie schlägt sich ChatGPT gegen die anderen Assistenten?
ChatGPT ist eines von mehreren Produkten, zwischen denen ein Finanzteam heute wählt. KI-Tools für Finanzen sortiert sie nach der Arbeit, zu der sie passen, und ChatGPT und Claude im Vergleich für Finanzen beantwortet die direkte Frage, nach der gesucht wird, über die Arbeitsweise und ohne Urteil.
Den Hintergrund liefern die Feldseiten: generative KI im Finanzwesen zur Technik, KI-Anwendungsfälle im Finanzwesen zum Stand im Betrieb und KI in Frankfurts Finanzbranche zur Stadt.
Wo bringt man in Frankfurt eigene Prompts mit?
Finance Loop veranstaltet das Claude Hacker House, bei dem Finanzprofis mit einem Modell im Raum an eigenen Dokumenten arbeiten, statt einer Demo zuzusehen. Die Gewohnheiten lassen sich übertragen: Ein Prompt, der eine Quellenangabe erzwingt, wirkt bei jedem Produkt gleich.
Daneben listet KI in Frankfurt die Institutionen und Veranstaltungen der Stadt, und die Hub-Seiten sammeln die regelmäßigen Treffpunkte.
ChatGPT und Finance Loop
Finance Loop veranstaltet in Frankfurt die Formate, bei denen Finanzprofis eigene Arbeit zu diesen Assistenten mitbringen, statt einem Vertriebsvortrag zuzuhören. Finance Loop ist der Treffpunkt für die Fragen nach der ersten Woche im Einsatz: was protokolliert wird, was einer Prüfung vorgelegt wird und welchen Prozess ein Modell noch nicht anfassen sollte.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die Verbreitung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, etwa KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.