Firmenkreditkarte und Spend Management
Spend Management ist die Steuerung der Ausgaben eines Unternehmens außer Gehältern, bevor Geld abfließt: Kartenzahlungen, Spesen und Lieferantenrechnungen in einem System, mit Limits und Freigaben vorab. Firmenkreditkarten, viele davon virtuell, sind das Zahlungsmittel darunter. Kartenherausgeber und Finanzteams treffen sich bei Finance Loop; Termine stehen im Kalender unten.
Spend Management und Spesenmanagement
Spesenmanagement betrifft Geld, das Mitarbeitende schon ausgelegt haben und zurückwollen. Spend Management setzt früher an: Es umfasst alle Ausgaben außer Gehältern, also Kartenzahlungen, Spesen und Lieferantenrechnungen, wie das Glossar von Spendesk (auf Englisch) schreibt. The Hackett Group zählt Budgetierung, Bestellfreigaben, Lieferantenauswahl, Vertragstreue und Ausgabenanalyse dazu, und Amazon Business nennt die Sicht auf Ausgaben, bevor das Geld fließt (beide auf Englisch).
Firmenkarten und virtuelle Karten
Spendesk nennt geteilte Firmenkarten und Bargeldkassen als Schwachstellen, und an ihre Stelle treten Prepaid-Karten mit eigenem Limit je Mitarbeiter und virtuelle Karten für Onlinezahlungen. Eine virtuelle Karte hat eine Kartennummer, aber kein Plastik, und lässt sich auf einen Händler, einen Betrag oder einen Zeitraum begrenzen.
Die Ausgabe einer Zahlungskarte ist ein Zahlungsdienst. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 ZAG nennt die Ausgabe von Zahlungsinstrumenten, ein Kartenherausgeber in Deutschland braucht daher eine Erlaubnis als Bank, Zahlungs- oder E-Geld-Institut. Ein Anbieter ohne eigene Lizenz gibt Karten über einen lizenzierten Partner aus, das Modell der Seite zu Embedded Finance.
Die EU-Regeln für Firmenkarten
Die EU deckelt das Interchange-Entgelt für Verbraucherkarten, doch Artikel 1 Abs. 3 der Interchange-Verordnung nimmt Zahlungen mit Firmenkarten von den Obergrenzen aus. Artikel 2 Nr. 6 definiert eine Firmenkarte als Karte für Unternehmen, öffentliche Stellen oder Selbständige, beschränkt auf geschäftliche Ausgaben und belastet auf deren Konto. Was ein Händler dafür zahlt, erklärt die Seite zu Scheme-Gebühren.
Auch die starke Kundenauthentifizierung kennt eine Ausnahme für Firmen. Artikel 17 der technischen Regulierungsstandards zur SCA erlaubt Zahlungsdienstleistern, bei juristischen Personen darauf zu verzichten, wenn diese über eigene, nur Firmen zugängliche Zahlungsprozesse zahlen und die Aufsicht sie als mindestens gleich sicher anerkennt.
Kommende Payments- und Treasury-Events
Finance Loop und Firmenkarten
Finance Loop ist der Treffpunkt für Kartenherausgeber und die Finanzteams, die Firmenkarten nutzen. Finance Loop verbindet die Finance-, IT- und KI-Communitys in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg.
Finance Loop unterstützt Wenn Banken „Nein“ sagen, ein halbtägiges Zahlungsverkehrs-Seminar in Frankfurt für Compliance, Treasury, Finanzen, Export und Recht zu blockierten Zahlungen, De-Risking und Sanktionen. Finance Loop ist außerdem Medienpartner von Capital & Code, einer Frankfurter Konferenz, zu deren Publikum Treasurer gehören, die Liquidität und Risiken steuern.
Payments & digitales Geld
Risk & Compliance
Was ist Spend Management?
Spend Management ist die Freigabe und Steuerung von Ausgaben außer Gehältern vor der Zahlung, von Kartenzahlungen bis zu Lieferantenrechnungen.
Was unterscheidet Spend Management und Spesenmanagement?
Spesenmanagement erstattet Mitarbeitenden Ausgaben, nachdem sie gezahlt haben. Spend Management setzt Limits und Freigaben vor der Ausgabe und umfasst auch Karten und Lieferantenrechnungen.
Was ist eine virtuelle Firmenkreditkarte?
Eine virtuelle Firmenkreditkarte ist eine Kartennummer ohne physische Karte, ausgegeben an Mitarbeitende oder für einen Zweck. Sie lässt sich auf einen Händler oder Betrag begrenzen und danach abschalten.
Gelten die EU-Obergrenzen für Firmenkarten?
Nein. Die Interchange-Verordnung nimmt Zahlungen mit Firmenkarten aus, also Karten für Unternehmen, öffentliche Stellen oder Selbständige für geschäftliche Ausgaben.
Firmenkarten und Finance Loop
Finance Loop behandelt Firmenkarten und Spend Management im Track Payments & digitales Geld, neben Lizenzen für die Kartenausgabe und den EU-Kartenregeln. Finance Loop unterstützt das Seminar Wenn Banken „Nein“ sagen für Treasury und Finanzen. Termine stehen auf der Event-Seite.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.