Frankfurt Payments Network
Das Frankfurt Payments Network, kurz FPN, ist ein unabhängiger, nicht-kommerzieller Verein für Fachleute aus dem Zahlungsverkehr. Das Netzwerk wurde 2011 in Frankfurt gegründet. Die persönlichen Mitglieder kommen aus Banken und Zahlungsdienstleistern sowie aus Beratung, Handel und Verbänden.
Das Frankfurt Payments Network ist ein Fachforum für die Funktionsweise und Weiterentwicklung des Zahlungsverkehrs. Mitglieder bringen Erfahrungen aus ihren beruflichen Aufgaben ein, etwa aus dem Bankbetrieb, der Technologieentwicklung oder dem Dienstleistungsgeschäft. Der Verein gibt diesen Fachleuten Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen außerhalb des eigenen Unternehmens kennenzulernen.
Mitgliedschaft und Teilnahme als Gast
Das Frankfurt Payments Network veranstaltet zentrale und regionale Treffen, bei denen das persönliche Gespräch zum Programm gehört. Der fachliche Austausch behandelt Entwicklungen im europäischen Zahlungsverkehr und in internationalen Zahlungssystemen. Fachvorträge werden mit Diskussionen unter den Menschen verbunden, die Zahlungsdienste betreiben oder entwickeln.
Das Frankfurt Payments Network nimmt persönliche Mitglieder über die Empfehlung eines bestehenden Mitglieds auf. Die Mitgliedschaft richtet sich an Menschen, die beruflich im Zahlungsverkehr arbeiten. Die einzelne Fachperson tritt dem Verein bei; das Mitgliedschaftsmodell baut auf ihrer Erfahrung und ihren beruflichen Kontakten auf.
Gäste können sich wegen einer Teilnahme an den Verein wenden. Einladungen zu Veranstaltungen verschickt das FPN ungefähr vier Wochen vor dem jeweiligen Termin an die Mitglieder. Interessierte können dadurch direkt mit dem Veranstalter klären, ob sie bei einer bestimmten Diskussion dabei sein können.
Meetups, Webinare und das Zahlungsverkehrs-Symposium
Das Frankfurt Payments Network veranstaltet monatliche Treffen und fachliche Diskussionen. Beim Neujahrsempfang kommen Mitglieder und Gäste aus der Payments-Branche ins Gespräch. Zu den diskutierten Themen gehörten Wero, Instant Payments und der digitale Euro. Regionale Treffen und Webinare ermöglichen den Austausch auch außerhalb Frankfurts.
Das FPN Zahlungsverkehrs-Symposium ist ein längeres Konferenzformat. Ein Symposium im PwC Conference Center im Tower 185 behandelte Kundenerwartungen an Banken, den digitalen Euro und die Empfängerüberprüfung Verification of Payee. Ein weiteres Panel diskutierte internationale Echtzeitzahlungen mit Beteiligten von der Europäischen Zentralbank, Danske Bank, Nexus Global Payments und J.P. Morgan. KI in der Liquiditätssteuerung und im Risikomanagement des Zahlungsverkehrs gehörte ebenfalls zum Programm.
Kooperation mit TechQuartier
Das Frankfurt Payments Network ist Ecosystem-Partner von TechQuartier. Die Kooperation gibt Fachleuten aus dem Zahlungsverkehr Zugang zu Startup-Kontakten und Veranstaltungsformaten des Innovationszentrums. TechQuartier gewinnt zugleich Kontakte zu den Mitgliedern aus Banken, Handel und Dienstleistungsunternehmen.
Beim ersten FPN-Treffen im TechQuartier hielt Alexander Höptner, CEO von AllUnity, einen Vortrag zu Stablecoins und internationalen Zahlungsvorgängen. Die Diskussion verbindet den fachlichen Austausch des Netzwerks mit dem Zahlungsverkehr in Frankfurt und der Arbeit an digitalen Geldformen.
Zahlungsverhalten und die Bundesbank
Das Frankfurt Payments Network brachte Mitglieder und Gäste zu einer Fachveranstaltung bei der Deutschen Bundesbank zusammen, an der auch eine Online-Teilnahme möglich war. Die Bundesbank-Vertreter Julian Reischle und Niklas Ego stellten Ergebnisse der Forschung zum Zahlungsverhalten in Deutschland vor. Die Teilnehmenden diskutierten die Erkenntnisse mit den Referenten. Das Zahlungsverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern gehört damit neben den Systemen zur Transaktionsabwicklung zu den Fachthemen des Netzwerks.
Agentic Payments und internationale Überweisungen
Das Frankfurt Payments Network arbeitete mit AMARANTH Advisory bei einem Webinar und Regionaltreffen in Berlin über Agentic Payments zusammen. Der Vortrag untersuchte mögliche Anwendungen autonomer KI-Agenten im Handel und Zahlungsverkehr. Dabei ging es um regulatorische Fragen und die Grenzen aktueller Anwendungen. Interessierte nahmen vor Ort und online an der Diskussion teil.
Digitales Geld und Zahlungsinfrastruktur gehören ebenfalls zu den wiederkehrenden Themen. Das Programm des Netzwerks behandelt Echtzeitüberweisungen, grenzüberschreitende Transfers und Stablecoins. Diese Zahlungsarten und Infrastrukturen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Abwicklung und der Anforderungen an den Betrieb.
Fachveröffentlichungen
Das Frankfurt Payments Network hat Fachbeiträge im FPN Jahrbuch Zahlungsverkehr zusammengetragen. Das Publikationsprojekt machte berufliches Wissen auch außerhalb persönlicher Treffen zugänglich. Einzelne Beiträge untersuchten Themen wie Echtzeitzahlungen und digitale Zahlungsplattformen. Das Jahrbuch gibt Leserinnen und Lesern einen weiteren Zugang zur fachlichen Diskussion neben den Vorträgen und Treffen des Vereins.
Präsident und Vorstand
Das Frankfurt Payments Network wird von Präsident Michael Steinbach und dem Vorstand geleitet. Weitere Vorstandsmitglieder sind Richard A. Jones II, Jörg Richter, Marco Venturella und Swaantje Anneke Völkel. Der Verein ist in Frankfurt am Main eingetragen. Manfred Schuck, auf dessen Initiative die Gründung wesentlich zurückgeht, ist Ehrenvorsitzender des Netzwerks.
Zahlungsverkehr und der Finanzplatz Frankfurt
Zahlungsverkehr und Finance Loop
Finance Loop bringt Fachleute zusammen, die sich mit Payments & Digital Money beschäftigen. Zu den Themen gehören Echtzeitüberweisungen, Stablecoins und der digitale Euro. Finance Loop arbeitet mit TechQuartier und Frankfurt Main Finance als strategischen Partnern zusammen. Leserinnen und Leser können den Finanzplatz Frankfurt und die Zahlungsthemen seiner Fachnetzwerke kennenlernen.
Finance Loop ist ein berufliches Netzwerk, das die Einführung neuer Technologien im Finanzwesen unterstützt. Finance Loop hilft Mitgliedern, durch Veranstaltungen und Bildungsformate Fachwissen und berufliche Kontakte aufzubauen.