SEPA-Länder: wo eine Euro-Überweisung wie im Inland läuft
SEPA, der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum, umfasst 41 Länder, in denen Euro-Überweisungen, Echtzeitüberweisungen und Lastschriften nach denselben Verfahren des European Payments Council laufen. Nicht jedes SEPA-Land hat den Euro, und nicht jedes Euro-Land ist in SEPA. Entscheidend ist, dass die Zahlung in Euro läuft und beide Banken an den Verfahren teilnehmen.
Die Liste der SEPA-Länder
Die 27 EU-Staaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Die drei übrigen EWR-Staaten: Island, Liechtenstein und Norwegen. Und 11 Länder außerhalb des EWR: Albanien, Andorra, Moldau, Monaco, Montenegro, Nordmazedonien, San Marino, Serbien, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vatikanstadt. Die Bank of Ireland (auf Englisch) nennt dieselben 41.
Neue Mitglieder
Der SEPA-Raum wuchs 2024 und 2025. Zuerst kamen Albanien, Moldau, Montenegro und Nordmazedonien; Serbien billigte der EPC im Mai 2025, mit Beitritt serbischer Zahlungsdienstleister ab November 2025 und frühestem Start im Mai 2026, wie European Western Balkans (auf Englisch) berichtete. Für eine deutsche Firma mit Lieferanten auf dem Westbalkan muss eine Euro-Zahlung dorthin nicht mehr über die Korrespondenzkette, sobald die Empfängerbank beigetreten ist.
SEPA nach dem Brexit und die Schweiz
Das Vereinigte Königreich blieb nach dem EU-Austritt in SEPA, weil die Teilnahme nicht an die EU gebunden ist, wie Stripe (auf Englisch) festhält. Die Schweiz nimmt genauso teil. Beide behalten ihre Währung: Eine SEPA-Zahlung nach London oder Zürich ist eine Euro-Zahlung auf ein Konto, das Euro annimmt. Eine Zahlung in Pfund oder Franken geht weiter über die SWIFT-Kette oder ein Inlandssystem.
Verfahren oder EU-Recht
SEPA heißt, dass die EPC-Verfahren gelten. Die EU-Regeln darüber gelten nur in EU und EWR: gleiche Entgelte für Euro-Zahlungen ins EU-Ausland nach der Verordnung (EU) 2021/1230, siehe grenzüberschreitende Zahlungen, und die Pflicht zur Echtzeitüberweisung. Eine Bank in Großbritannien oder der Schweiz darf eine SEPA-Zahlung daher anders bepreisen als eine Bank in Deutschland.
Kommende Payments-Events
Ist das UK in SEPA?
Ja. Das Vereinigte Königreich ist nach dem Brexit im SEPA-Raum geblieben; eine Euro-Überweisung an eine teilnehmende britische Bank läuft als SEPA-Überweisung. Zahlungen in Pfund sind keine SEPA-Zahlungen.
Türkei in SEPA?
Nein. Die Türkei nutzt IBANs, gehört aber nicht zum SEPA-Raum; eine Zahlung aus Deutschland in die Türkei, in Euro oder Lira, läuft als SWIFT-Überweisung.
Wie viele SEPA-Länder gibt es?
Einundvierzig: die 27 EU-Staaten, die drei übrigen EWR-Staaten und 11 Länder außerhalb des EWR, zuletzt Serbien.
SEPA-Länder und Finance Loop
Finance Loop ist der Treffpunkt in Deutschland für Zahlungsverkehrsteams, die SEPA-Überweisungen, Lastschriften und Echtzeitzahlungen bei Banken, Zahlungsinstituten und Händlern betreiben. Finance Loop veranstaltet eigene Formate in Frankfurt und Berlin zu Echtzeitüberweisung, Kartenzahlung und digitalem Euro und führt die Termine von Payments-Events im Kalender.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.