Agent Payments Protocol (AP2)
Das Agent Payments Protocol, kurz AP2, ist ein offenes Protokoll von Google, mit dem ein KI-Agent eine Zahlung startet und belegt, was der Kunde erlaubt hat. Es hält die Anweisungen des Kunden in kryptografisch signierten Mandaten fest, die Händler, Zahlungsdienstleister und Kartennetz später prüfen können.
Wie AP2 arbeitet
AP2 beruht auf Mandaten, die Google im Startbeitrag (auf Englisch) fälschungssichere, mit verifizierbaren Nachweisen signierte Verträge nennt. Die erste Version kannte ein Intent Mandate mit Auftrag und Grenzen und ein Cart Mandate mit den genauen Artikeln und dem Preis, den der Kunde freigab. Die aktuelle Spezifikation auf ap2-protocol.org (auf Englisch) nutzt ein Checkout Mandate für den Händler und ein Payment Mandate für Kartenausgeber, Kartennetz und Zahlungsdienstleister des Händlers, jeweils offen mit Grenzen oder geschlossen für einen fertigen Checkout.
Zwei Fälle sind abgedeckt. Ist der Kunde dabei, gibt er den Warenkorb frei und signiert sofort. Ist er nicht dabei, signiert er vorab die Grenzen, etwa einen Höchstpreis, und der Agent kauft, sobald die Bedingungen erfüllt sind. Die Kette signierter Mandate ergibt einen Prüfpfad, den eine Bank im Streitfall nutzen kann.
Wer AP2 unterstützt
Google startete AP2 mit mehr als 60 Organisationen, darunter Adyen, American Express, Mastercard, PayPal, Revolut, Worldpay und Coinbase. Mit Coinbase, der Ethereum Foundation und MetaMask baute Google eine Erweiterung, die AP2-Mandate in x402-Zahlungen mit Stablecoins trägt.
Später gab Google AP2 an die FIDO Alliance, die hinter Passkeys steht. Laut PYMNTS (auf Englisch) richtete die Allianz zwei Arbeitsgruppen für Authentifizierung und Zahlungen ein, die auf AP2 und auf Mastercards Verifiable Intent aufbauen.
Was AP2 für Zahlungen in Europa bedeutet
Das Protokoll ist zahlungsmittelneutral: Google nennt Karten, Stablecoins und Echtzeitüberweisungen. Die Spezifikation beginnt mit Kartenzahlungen, die der Händler einzieht; Push-Zahlungen wie Echtzeitüberweisungen und digitale Währungen stehen auf der Roadmap. Für europäische Banken ist das wichtig, denn SEPA Instant und Konto-zu-Konto-Zahlungen sind Push-Zahlungen.
Ein Mandat ersetzt nicht die starke Kundenauthentifizierung nach PSD2. Es belegt, was der Kunde zugesagt hat; wie die Zahlung authentifiziert wird, entscheidet die Bank. Mit AP2 in der FIDO Alliance entstehen Mandat und Passkey im selben Gremium; Visa bestätigt Agentenzahlungen in Europa bereits mit Passkeys.
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Was ist das Agent Payments Protocol?
AP2 ist ein offenes Protokoll für Zahlungen, die ein KI-Agent für einen Kunden startet. Signierte Mandate halten fest, was der Kunde wollte und freigab. Retail-News erklärt das Protokoll in einem Überblick.
Wie hängen AP2, A2A und MCP zusammen?
AP2 erweitert das Agent2Agent-Protokoll (A2A), Googles Protokoll für Agenten, die mit anderen Agenten sprechen, und lässt sich neben dem Model Context Protocol nutzen, das Agenten an Werkzeuge und Daten anbindet. Die Seite zu MCP-Servern nennt Server von Banken und Datenanbietern.
Ist AP2 dasselbe wie x402?
Nein. Mit x402 fordert ein Server innerhalb einer Web-Anfrage eine Zahlung an, meist in Stablecoins. AP2 hält die Zustimmung des Kunden fest und arbeitet mit mehreren Zahlungsarten; eine AP2-Erweiterung nutzt x402 für Stablecoins.
Payments & digitales Geld
AP2 und Finance Loop
Finance Loop bringt Zahlungsteams, die Mandats- und Authentifizierungslogik schreiben, mit den Entwicklern der Agenten zusammen. Finance Loop behandelt AP2 neben x402 und Agentic Payments im Track Payments & digitales Geld. Anbieter erklären ihre AP2-Anbindung in einem Webinar, Fachleute kommen über die Mitgliedschaft dazu.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.