Julius Bär
Julius Bär ist eine Schweizer Vermögensverwaltungsgruppe mit Hauptsitz in Zürich, die ausschließlich für Privatkunden und ihre Familien arbeitet. Die Kundenberater unterstützen sie bei Vermögensplanung, Anlagen und Krediten und nutzen dafür Produkte von Julius Bär und anderer Anbieter auf einer offenen Produktplattform. Die Gruppe ist in rund 25 Ländern an etwa 60 Standorten vertreten.
Wichtigste operative Gesellschaft ist die Bank Julius Bär & Co. AG, eine Schweizer Privatbank mit Ursprüngen im Jahr 1890, und die Aktien der Julius Bär Gruppe AG werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Neben der klassischen Vermögensverwaltung können Kunden bei der Bank Krypto-Token halten, und die Mitarbeitenden arbeiten mit JAI, einem von Julius Bär entwickelten KI-Assistenten. Ende Juni 2026 verwaltete die Gruppe Vermögen von CHF 547 Milliarden.
Vermögensverwaltung aus Zürich
Julius Bär bietet Privatkunden Beratung zu Vermögensplanung, Anlagen und Finanzierung (auf Englisch) und konzentriert sich allein auf dieses Geschäft. Ende Juni 2026 verwaltete die Gruppe Kundenvermögen von CHF 547 Milliarden und beschäftigte 7.675 Mitarbeitende in Vollzeitäquivalenten, darunter 1.247 Kundenberater. Asien ist nach der Schweiz der zweite Heimmarkt der Gruppe, und das Büro in Singapur wuchs von 34 Mitarbeitenden im Jahr 2006 auf mehr als 1.000.
Julius Bär hat Büros in rund 25 Ländern und an 60 Standorten, darunter Frankfurt, Dublin, Luxemburg, London, Dubai, Hongkong und Singapur. Die Aktien der Julius Bär Gruppe AG sind an der SIX Swiss Exchange der SIX Group unter dem Kürzel BAER kotiert und gehören zum Swiss Leader Index der 30 größten Schweizer Aktien.
Krypto-Token und Verwahrung bei der AMINA Bank
Im Februar 2019 vereinbarte Julius Bär eine Partnerschaft mit SEBA (auf Englisch), einem Krypto-Start-up in Zug, an dem die Bank im Jahr zuvor eine Minderheitsbeteiligung erworben hatte. Nachdem SEBA die Lizenz der FINMA erhalten hatte, startete Julius Bär im Januar 2020 Dienstleistungen für digitale Assets (auf Englisch) für Kunden mit Buchungsort Schweiz. Dazu gehörten Verwahrung und Transaktionen, und Kunden sahen klassische und digitale Vermögenswerte gemeinsam in einer Portfolioübersicht. SEBA heißt heute AMINA Bank und verwahrt die Token der Kunden von Julius Bär als Unterverwahrerin, in Hot und Cold Storage.
Kunden können direkt in Krypto-Token investieren oder indirekt über börsengehandelte Produkte, strukturierte Produkte, Fonds und alternative Strategien. Im Jahr 2025 erweiterte Julius Bär sein Angebot auf 20 Krypto-Token (auf Englisch), die Kunden handeln, verwahren lassen und übertragen können. Jede eingehende Übertragung durchläuft eine forensische Blockchain-Analyse der Wallet-Adresse und eine Prüfung des Eigentumsnachweises. Im Einzelfall können Kunden Krypto-Token auch als Sicherheit verpfänden, um ihren Finanzierungsbedarf zu decken.
JAI, Wealth Navigator und KI in der Compliance
JAI ist ein Assistent auf Basis generativer KI, den Julius Bär für seine Mitarbeitenden entwickelt hat, und er läuft auf eigener Infrastruktur der Bank (auf Englisch), sodass die Kundendaten unter ihrer Kontrolle bleiben. Seit dem Start im Jahr 2024 gehört JAI zum Arbeitsalltag, und die große Mehrheit der Mitarbeitenden nutzt ihn etwa für Übersetzungen und die Suche im Anlageresearch. Ein AI Risk Management Framework und verpflichtende Schulungen regeln diesen Einsatz in der ganzen Bank.
Kundenberater arbeiten im Wealth Navigator, einer Beratungsplattform für Vermögensplanung, Anlageberatung, Verwaltungsmandate und Research, mit KI-Werkzeugen, die Anlagen vorschlagen. Im ersten Halbjahr 2026 (auf Englisch) dehnte die Bank die direkte Auftragserteilung im Wealth Navigator von Singapur und Hongkong auf ihren Buchungsstandort Schweiz aus. In der Compliance prüft eine KI-Schicht Namen und Medienberichte beim Kundenscreening, und ein KI-Agent für Zahlungen verarbeitet Zahlungsaufträge mit weniger Fehlern.
Julius Bär ist das erste Finanzinstitut im Swiss National AI Institute, das die ETH Zürich und die EPFL gemeinsam betreiben. Die Bank begann ihre Arbeit mit KI im Jahr 2021 mit einem kleinen Team in Singapur, das Sprache-zu-Text-Lösungen (auf Englisch) und erste Werkzeuge zur Unterstützung der Berater testete.
Aufsicht und die Banken in Deutschland und Luxemburg
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA beaufsichtigt die Julius Bär Gruppe als Ganzes. Die Bank Julius Bär & Co. AG hat Niederlassungen in Zürich, Genf, Lugano, Guernsey, Hongkong, Singapur und an weiteren Orten. In der Europäischen Union gehört der Gruppe die Bank Julius Bär Deutschland AG (auf Englisch) in Frankfurt, die neun weitere Standorte in Deutschland hat, darunter Berlin, Hamburg und München.
Die Bank Julius Baer Europe S.A. hat ihren Sitz in Luxemburg und Niederlassungen in Dublin, Madrid, Mailand und Lissabon. Die Niederlassungen in Italien und Portugal kamen 2025 hinzu, und die Bank hat außerdem ein Büro in Barcelona.
Blockchain- und Digital-Asset-Events in der Schweiz
Was ist Julius Bär?
Julius Bär ist eine Schweizer Privatbank und Vermögensverwaltungsgruppe aus Zürich, die ausschließlich im Wealth Management für Privatkunden tätig ist. Ende Juni 2026 berieten 1.247 Kundenberater diese Kunden an den Standorten der Gruppe zu Anlagen, Vermögensplanung und Krediten.
Bietet Julius Bär Krypto an?
Ja, Kunden von Julius Bär können ausgewählte Krypto-Token direkt kaufen, und die Bank verwahrt sie über die AMINA Bank als Unterverwahrerin. Welche Produkte und Dienstleistungen ein Kunde erhält, hängt von seinem Wohnsitz und von der Gesellschaft der Gruppe ab, die das Konto führt.
CEO und Verwaltungsratspräsident
Stefan Bollinger ist Chief Executive Officer von Julius Bär, und Noel Quinn ist Präsident des Verwaltungsrats der Julius Bär Gruppe AG. Am 18. September 2026 wurde Stefan Bollinger Vizepräsident der Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken, und er sitzt außerdem im Verwaltungsrat der Schweizerischen Bankiervereinigung.
Geschichte seit 1890 und Hauptsitz
Die Ursprünge der Bank Julius Bär & Co. AG reichen bis 1890 zurück, und die Gruppe hat ihren Hauptsitz an der Bahnhofstrasse 36 in Zürich. Seit 2006 baut Julius Bär sein Geschäft in Asien auf, und Hongkong und Singapur sind heute die beiden Drehkreuze der Gruppe in der Region.
Die App JB One und das E-Banking
JB One ist die mobile App und E-Banking-Plattform von Julius Bär, mit Funktionen für Zahlungen, Positionsübersichten, Handel und Anlageideen. Die Bank führte JB One zuerst für Kunden mit Buchungsort Schweiz und Guernsey ein und plant die weltweite Einführung bis Ende 2026.
Krypto, KI und Schweizer Private Banking
Julius Bär und Finance Loop
Finance Loop behandelt Krypto-Verwahrung und KI in der Anlageberatung im Bereich Investment und digitale Vermögenswerte, zu dem das Krypto-Angebot und die KI-Werkzeuge von Julius Bär gehören. Julius Bär war Partner des CV Summit 2026, der Blockchain- und KI-Konferenz von CV Labs im Kongresshaus Zürich am 29. und 30. September 2026.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.