Sutor Bank
Die Sutor Bank ist eine Privatbank in Hamburg, die der Kaufmann Max Heinrich Sutor 1921 gründete und die sich heute als inhabergeführt bezeichnet. Ihr Geschäft ruht auf zwei Säulen: einer Banking-as-a-Service-Plattform für digitale Partner und dem Private Banking mit Vermögensverwaltung für Kunden und Stiftungen. Beide Säulen greifen ineinander, denn die Vermögensverwalter der Privatbank betreuen auch Portfolios für Partner der Plattform.
Fintechs, Kryptounternehmen, Anbieter von Embedded Finance und Finanzvertriebe nutzen die Plattform, wenn ihre Produkte eine volle Banklizenz brauchen. Über APIs erhalten sie Konten und Zahlungsverkehr, Wertpapier- und Kryptohandel, verwaltete Depots, Kredite und Fronting-Dienste. Krypto- und Wertpapierfirmen mit eigener Lizenz, aber ohne Erlaubnis für das Einlagengeschäft, bieten ihren Kunden über die Sutor Bank Verrechnungskonten an.
Banking-as-a-Service für Fintechs und Kryptofirmen
Die Sutor Banking-Plattform hat vier Bereiche: Investment-as-a-Service, Konten und Zahlungsverkehr, eine Kreditplattform und Krypto-as-a-Service. Partner können verwaltete Depots als White Label oder unter der Marke Sutor anbieten, dazu API-Konten für Privat- und Firmenkunden. Plattformen, Marktplätze, Crowdfunding-Modelle und Zahlungsinstitute nutzen Treuhandkonten der Bank, und der Kreditbereich deckt Konsumenten- und Unternehmenskredite mit automatisiertem Scoring ab.
Die Sutor Bank arbeitet seit 2013 mit Fintech-Partnern und Startups und gehört zu den lizenzierten Banken hinter Banking-as-a-Service in Deutschland. Für das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot bietet sie Partnern eine White-Label-Lösung von der Produktzertifizierung über das Zulagenmanagement bis zur steuerlichen Behandlung. Mit Partnern hat die Bank bereits Riester- und Rürup-Produkte aufgebaut und mehr als 50.000 Kundenverträge geschlossen.
Private Banking und Stiftungen
Das Private Banking der Sutor Bank versteht sich als Privatbank für alle und betreut Kunden mit kleineren und größeren Vermögen sowie Stiftungen. Die Vermögensverwalter legen breit gestreut und langfristig an und folgen dem Sutor Anlage-Kodex, der auf den Gründer und seine Strategie der Sachwerte zurückgeht. Ein eigenes Stiftungskontor hilft bei der Gründung und Verwaltung einer Stiftung und legt ihr Vermögen an. Mathias Beil leitet das Private Banking der Sutor Bank und veröffentlicht regelmäßig Marktkommentare zu Anleihen und Aktien.
Von der Max Heinr. Sutor oHG zur Sutor Bank GmbH
Am 10. März 1921 wurde die Bank als Max Heinr. Sutor oHG in das Handelsregister in Hamburg eingetragen. Max Heinrich Sutor war Hamburger Kaufmann im Südamerikahandel, und seine ersten Kunden waren Geschäftspartner, die ihm ihr Vermögen anvertrauten. Sein Sohn Werner Sutor kam 1940 dazu, wurde 1957 Gesellschafter und gründete 1984 mit seiner Schwester Clara Sutor die Sutor-Stiftung für Architektur und Technik.
Ab 1989 baute die Bank Sparverträge als eigenes Geschäftsfeld auf und entwickelte mit Finanzvertrieben ihre ersten Fondssparpläne für Kleinsparer. Walter Ihlow folgte Werner Sutor 1991 als Geschäftsführer, ab 1997 gemeinsam mit Axel Wendt. Heute firmiert die Bank als Sutor Bank GmbH und zeigt sich seit 2026 in einem neuen Corporate Design.
Kommende Fintech- und Finanz-Events in Deutschland
Eigentümer und Leitung
Die Sutor Bank GmbH hat vier Geschäftsleiter: Robert Freitag, Thomas Meier, Hartmut Giesen und Daniel Iskam. Robert Freitag leitet die Bank seit 2002 und Thomas Meier seit 2005, im Jahr 2025 wurde die Geschäftsleitung erweitert. Hartmut Giesen spricht für die Bank über die Banking-Plattform, die Kryptodienste und das neue Altersvorsorgedepot.
Die Schweizer Hypothekarbank Lenzburg hält 9,9 Prozent an der Sutor Bank. Beide Banken planen neue Banking-as-a-Service-Produkte auf Finstar, der Open-Banking- und Kernbankenplattform der Hypothekarbank Lenzburg, die das Angebot der Sutor Bank um Konto- und Kartenprodukte erweitert. Gerhard Hanhart, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Bank, nannte die Beteiligung einen Schritt, um das Geschäft über die Schweiz hinaus auszubauen.
BaFin-Aufsicht und MiCAR-Erlaubnis
Die Sutor Bank ist ein CRR-Kreditinstitut unter Aufsicht der BaFin und Mitglied im Bankenverband und im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. Als Kreditinstitut braucht sie keine eigene Kryptolizenz und darf Kryptodienste nach einer Anzeige gemäß Artikel 60 MiCA erbringen. Die BaFin bestätigte diese Anzeige für die Ausführung von Kryptoaufträgen für Kunden am 18. Dezember 2025, damit kann die Bank den Dienst im Passporting EU-weit anbieten.
Zusammen mit ihrem Partner JustTrade ermöglicht die Sutor Bank den Handel mit mehr als 60 Kryptowerten und stellt die Zahlungsinfrastruktur dafür bereit. Schon in den frühen Jahren des Kryptomarkts unterstützte die Bank erste Anwendungen mit Stablecoins und Krypto-Sparpläne.
Partner von Fintiba bis Bitvavo
Zu den Partnern der Sutor Banking-Plattform gehören der Neo-Broker JustTrade, der Sperrkonto-Anbieter für internationale Studierende Fintiba und die Krypto-Handelsplattform Bitvavo. Auch die Sparplattform Raisin und der Robo-Advisor growney sind Referenzkunden, und die Sutor Bank führt für beide eigene Fondslisten in ihrem Fondsuniversum. Weitere Partner sind Finanzvertriebe, Honorar-Anlageberater und Vermögensverwalter, die die Bank als Depotstelle nutzen.
Adresse in Hamburg
Der Hauptsitz der Sutor Bank GmbH liegt in der Hermannstraße 46 in 20095 Hamburg, eingetragen ist die Bank im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 178357. Über ihre Plattformpartner und eigenen digitalen Produkte gehört die Sutor Bank zur Fintech-Szene in Hamburg.
Sutor Bank und Finance Loop
Mitarbeitende der Sutor Bank besuchen regelmäßig die Events, die Finance Loop in Deutschland veranstaltet. Banken hinter Banking-as-a-Service-Plattformen und die Fintechs und Kryptofirmen darauf haben dieselben Fragen zu MiCA, Auslagerung und Verwahrung von Kryptowerten wie die Mitglieder von Finance Loop. Finance Loop behandelt diese Themen im Bereich Investment und digitale Vermögenswerte und bei Events in Frankfurt und anderen deutschen Städten.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.