WebID
WebID bietet digitale Identifizierungsdienste für Unternehmen, die ihre Kunden online prüfen. Die Produkte umfassen Livevideo-Identifizierung, automatisierte Dokumentenprüfungen, elektronische Identitätsnachweise und die Prüfung über ein bestehendes Bankkonto. Banken und Zahlungsdienstleister können diese Verfahren in das Kundenonboarding integrieren und die Identifizierung mit elektronischen Signaturen verbinden.
Unterschiedliche Identifizierungsverfahren stellen unterschiedliche Anforderungen an Antragsteller, Betriebsteams und angebundene Systeme. Eine Videositzung erfordert einen anderen Ablauf als ein Banklogin oder ein elektronischer Personalausweis. WebID verbindet mehrere Möglichkeiten, während Finanzinstitute Verfahren, ergänzende Prüfungen und Ausnahmebehandlung passend zu ihren eigenen Diensten und Märkten auswählen.
VideoID, AutoID und elektronische Identitätsverfahren
Das WebID-Produktangebot unterscheidet VideoID zur Live-Identifizierung, AutoID für automatisierte Prüfungen und VisualID mit Mitarbeiterprüfung. Elektronische Optionen umfassen eID mit Ausweis und PIN sowie ePassID mit NFC. Diese Alternativen unterscheiden sich hinsichtlich der benötigten Nachweise und der erforderlichen Mitwirkung des Kunden.
Die Auswahl sollte mit den Ländern, Dokumenten und Kundengruppen beginnen, die das Institut unterstützen möchte. Ein Ablauf mit vorausgesetztem Ausweis, Bankkonto oder Sprache kann ansonsten geeignete Antragsteller ausschließen. Käufer sollten alternative Wege und barrierefreie Behandlung fehlgeschlagener Prüfungen testen, bevor sie ein Videoident-Verfahren in ihren Dienst einbinden.
AccountID und die Prüfung über ein Bankkonto
WebID AccountID verbindet Ausweis- und Selfieprüfungen mit Onlinebanking-Login und Referenzüberweisung. Der Ablauf vergleicht Bankkontoinformationen mit den während der Identifizierung erhobenen Identitätsdaten. Der dokumentierte Ablauf bewertet deshalb die Referenzüberweisung gemeinsam mit den anderen Identitätsprüfungen.
Für Zahlungsdienstleister gehören nicht unterstützte Konten, abweichende Kontoinhaberdaten und gescheiterte Überweisungen zu sinnvollen Abnahmefällen. Das Institut sollte klären, was jedes Ergebnis bedeutet und welche Nachweise sein Onboardingsystem erhält. Diese Kontoidentifizierung erfüllt einen anderen Zweck als Verification of Payee bei der Prüfung eines Zahlungsempfängers.
CorporateID zur Prüfung von Geschäftskunden
WebID CorporateID prüft Geschäftskunden anhand von Informationen und Dokumenten über Unternehmen und ihre wirtschaftlich Berechtigten. Der dokumentierte Ablauf bezieht deutsche Transparenzregisterdaten in Know-Your-Business-Prüfungen ein, die Geschäftskunden betreffen. Ein Finanzinstitut sollte die tatsächlich abgedeckten Länder, Rechtsformen und Eigentumsstrukturen seines geplanten Dienstes bestätigen.
Geschäftskundenonboarding benötigt außerdem eine klare Zuordnung zwischen juristischer Person, Vertretern und handlungsberechtigten Personen. Käufer sollten unvollständige Eigentümerinformationen, veraltete Datensätze und manuell zu prüfende Fälle testen. Ein ausgelesener Unternehmensdatensatz und erfolgreiche Personenidentifizierung sollten im Kundensorgfaltsprozess als unterschiedliche Nachweise erkennbar bleiben.
SignID und digitale Finanzverträge
WebID SignID unterstützt qualifizierte elektronische Signaturen für digitale Vereinbarungen, darunter Finanzierungsverträge. Die Identifizierung kann im unterstützten Ablauf über ein WebID-Verfahren oder einen externen Identifizierungsanbieter erfolgen. Teams sollten die erforderlichen Identitätsnachweise und Signaturkonfiguration für ihren vorgesehenen Vertrag bestätigen.
Eine qualifizierte elektronische Signatur ergänzt Signaturnachweise neben den anderen erforderlichen Prüfungen im gesamten Onboardingprozess. Die Implementierung benötigt Regeln zur Dokumentenzustellung, zu fertigen Signaturdateien und zu erfolglosen Versuchen. Betriebsteams sollten erkennen können, ob Identifizierung, Unterzeichnung oder Rückübertragung in das Vertragssystem gescheitert sind.
EUDI-Wallet-Anbindung und die Rolle der Relying Party
Der WebID EUDI Wallet Connector wird mit laufender Integration und Tests in nationalen Umgebungen beschrieben. Beschaffungsgespräche sollten Testabdeckung und Produktivverfügbarkeit für relevante Wallets und Länder auseinanderhalten. Die Ankündigung eines Connectors belegt allein nicht, dass sämtliche vorgesehenen Kunden ihn bereits nutzen können.
Das Finanzinstitut behält bei der Annahme von Wallet-Nachweisen seine Rolle als Relying Party, während WebID technisch vermittelt. Anforderungen zur Attributabfrage, Nachweisbewertung und Aufbewahrung benötigen deshalb ausdrücklich zugewiesene Zuständigkeiten. Die EUDI-Wallet-Nutzung im Finanzwesen verbindet Wallet-Annahme mit diesen betrieblichen Entscheidungen und dem weiter gefassten Onboardingprozess.
Integration, Ausnahmebehandlung und Auswahlkriterien
Auch bei einem Anbieter mit mehreren Verfahren benötigt das Finanzinstitut klar definierte Routingregeln. Identity Orchestration im Finanzwesen verbindet Verfahrenswahl, ergänzende Prüfungen und Ausnahmebehandlung in einem gesteuerten Ablauf. Teams sollten festlegen, wie Wiederholungen, Verfahrenswechsel und manuelle Entscheidungen dem ursprünglichen Kundenantrag zugeordnet bleiben.
Die Anbieterprüfung sollte unterstützte Märkte, Nachweisexporte, Aufbewahrung, Zugriffskontrolle und betriebliche Eskalation umfassen. Abnahmetests sollten abgelehnte Identifizierungen, unterbrochene Sitzungen und technische Fehler neben erfolgreichen Anträgen einschließen. Prüfen Sie allgemeine Complianceaussagen für jeden finanziellen Anwendungsfall anhand des konkreten Vertragsdienstes und seiner aktuellen Dokumentation.
Prüft AccountID ausschließlich ein bestehendes Bankkonto?
Der dokumentierte AccountID-Ablauf verbindet Dokumenten- und Selfieprüfungen mit Banklogin und einer Referenzüberweisung. Käufer sollten den gesamten Ablauf und die zurückgelieferten Nachweise anhand ihrer eigenen Onboardinganforderungen bewerten.
Überträgt ein Wallet-Connector die Rolle der Relying Party?
Das Finanzinstitut bleibt die Relying Party und nutzt WebID als technischen Vermittler für Wallet-Verbindungen. Der Dienstleistungsvertrag sollte technische Aufgaben und betriebliche Zuständigkeiten eindeutig zwischen den beteiligten Organisationen aufteilen.
Können Unternehmens- und Personenprüfung dieselbe Entscheidung verwenden?
Unternehmensdaten, wirtschaftliches Eigentum und persönliche Identität belegen unterschiedliche Tatsachen beim Geschäftskundenonboarding. Das Institut sollte definieren, wie diese Ergebnisse zusammenwirken, bevor ein Vertreter ein Konto eröffnet oder nutzt.
Kommende Finanz- und Technologieveranstaltungen in Europa
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WebID und Finance Loop
Finance Loop verbindet Unternehmen und Fachleute für neue Technologien im europäischen Finanzwesen. Geschäftskundenonboarding und Identitätsprüfung führen Zahlungsdienstleister, Compliancefachleute und Integrationsteams zu praktischen Fragen zusammen. Unternehmen können Finance Loop kontaktieren, um passende Expertise, berufliche Kontakte und grenzüberschreitenden Wissensaustausch zu besprechen.