SumUp
SumUp ist ein Zahlungsanbieter für kleine Unternehmen, die Kartenzahlungen im Laden, unterwegs oder auf einer Website annehmen wollen. Händler kassieren mit einem kleinen Kartenlesegerät, einem eigenständigen Terminal oder per Tap to Pay auf dem Smartphone, und SumUp zahlt das Geld am nächsten Tag aus. SumUp wurde 2012 gegründet, und heute nutzen mehr als 4 Millionen Unternehmen in 38 Ländern seine Produkte.
Rund um das Kartenterminal hat SumUp ein Kassensystem für Gastronomie und Handel, Zahlungslinks und Rechnungen für den Onlineverkauf sowie ein Geschäftskonto mit eigener Mastercard aufgebaut. Händler steuern alle Dienste über eine SumUp-App, die auch jeden Umsatz und jede Auszahlung zeigt. Die SumUp Limited mit Sitz in Dublin besitzt eine E-Geld-Lizenz der irischen Zentralbank und ist die SumUp-Gesellschaft für Händler in Deutschland.
Kartenlesegeräte und Tap to Pay
SumUp verkauft drei Kartenlesegeräte, die sich darin unterscheiden, wie viel sie ohne Smartphone können. Das Solo Lite wird mit dem Smartphone gekoppelt und schafft bis zu 1.000 Zahlungen pro Akkuladung, während das Solo eigenständig arbeitet und Belege mit einem optionalen Theken- oder Mobildrucker druckt. Das Terminal ist ein Handgerät, das Belege selbst druckt und bis zu 250 Zahlungen pro Akkuladung schafft, und SumUp gibt auf jedes Gerät ein Jahr Garantie.
Für Tap to Pay braucht es kein Lesegerät, denn die kostenlose SumUp Business App macht ein iPhone oder ein Android-Smartphone mit NFC zum SoftPOS-Terminal für kontaktloses Bezahlen. Apple startete Tap to Pay auf dem iPhone am 25. Juni 2024 in Deutschland, und SumUp gehörte zu den ersten Zahlungsanbietern (auf Englisch) mit dieser Funktion. Bei größeren Beträgen, meist ab 50 Euro, gibt der Kunde die PIN auf dem Smartphone des Händlers ein, und eine Obergrenze pro Zahlung setzt SumUp nicht.
Kassensystem und Onlinezahlungen
Die SumUp Kasse ist ein Kassensystem mit 13,3-Zoll-Touchscreen für den Händler und 8-Zoll-Display für den Kunden, das SumUp im April 2026 in Deutschland eingeführt hat. Die vorinstallierte Kassensoftware ist kostenlos, und das Upgrade Kassensoftware Plus synchronisiert Bestellungen über mehrere Geräte. SumUp verkauft das System ohne Aufpreis TSE-konform, also mit der technischen Sicherheitseinrichtung, die elektronische Kassen in Deutschland brauchen. Für Restaurants und Handelsketten läuft Point of Sale Pro (auf Englisch) auf iPads und ergänzt Tischverwaltung, Küchenbestellungen und die Verwaltung mehrerer Filialen.
Für den Onlineverkauf liefert SumUp Zahlungslinks, Rechnungen, einen Onlineshop und einen gehosteten Checkout für Websites. Entwickler binden dieselben Dienste über die SumUp-API und SDKs (auf Englisch) an: Eine Cloud-API steuert eigenständige Kartenterminals von einem Server aus, ein Android-SDK bringt Tap to Pay in andere Apps, und mit einem Sandbox-Händlerkonto testet ein Team die Integration vor dem Start.
Geschäftskonto und Sofortfinanzierung
Das SumUp Geschäftskonto ist online in unter zehn Minuten eröffnet und enthält eine kostenlose physische oder virtuelle Mastercard. Umsätze aus SumUp-Terminals und Tap to Pay landen am nächsten Tag um 7 Uhr auf dem Konto, auch an Wochenenden und Feiertagen, während Auszahlungen auf ein Konto bei einer anderen Bank ein bis drei Werktage dauern. Kontoeröffnung, Überweisungen und Lastschriften kosten nichts, und das Geschäftskonto Plus ergänzt Unterkonten, weitere Karten und Sammelüberweisungen für größere Betriebe.
Im Dezember 2025 meldete SumUp mehr als 1 Milliarde Euro an Kundeneinlagen und 1,5 Millionen aktive Nutzer von Geschäftskonten weltweit. Nach derselben Mitteilung hatten mehr als 250.000 kleine und mittlere Unternehmen Geld über die SumUp Sofortfinanzierung erhalten, das Finanzierungsangebot zum Geschäftskonto.
Lizenzen in EU und Großbritannien
Die SumUp Limited ist ein E-Geld-Institut mit Zulassung der irischen Zentralbank, die sie in ihrem Register unter der Nummer C195030 (auf Englisch) führt. Die SumUp Limited mit Sitz in Dublin erbringt die SumUp-Dienste in Deutschland, deshalb führen deutsche Händler ihr Geschäftskonto bei einem irischen Institut mit E-Geld-Lizenz.
Nach der E-Geld-Richtlinie muss ein E-Geld-Institut Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen halten. SumUp verwahrt Händlergelder auf separaten Konten und verleiht oder investiert sie nicht, eine gesetzliche Einlagensicherung wie bei einer Bank gibt es dafür aber nicht. In Großbritannien ist die SumUp Payments Limited (auf Englisch) von der Financial Conduct Authority nach den Electronic Money Regulations 2011 zugelassen, mit der Registernummer 900700.
SumUp in Deutschland
Deutschland ist einer von sechs Märkten, in denen SumUp sein Treueprogramm und die kostenlose SumUp Local App gestartet hat, angekündigt im April 2026 in Berlin. Händler richten im SumUp-Dashboard digitale Stempelkarten oder Punkte ein, und Kunden sammeln Prämien automatisch beim Bezahlen mit Karte, ohne einen Code zu scannen. In der Local App finden Kunden teilnehmende Geschäfte in ihrer Nähe und behalten ihre Prämien im Blick.
Im Juli 2026 führte SumUp ein kostenloses Privatkonto für Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien und Spanien ein. Zum Konto gehört eine SumUp Mastercard, und bei teilnehmenden SumUp-Händlern gibt es bis zu 5 Prozent Cashback. Zahlt ein Kunde mit seiner privaten SumUp-Karte, fällt für den Händler keine Transaktionsgebühr an.
Kommende Payments-Events in Deutschland
Was bedeutet SumUp auf dem Kontoauszug?
Ein Eintrag mit SumUp auf dem Konto- oder Kartenauszug bedeutet, dass mit der Karte bei einem Unternehmen bezahlt wurde, das Zahlungen über SumUp annimmt. Oft steht Dublin dabei, weil die SumUp Limited, die SumUp-Gesellschaft für Händler in Deutschland, dort ihren Sitz hat.
Gebühren pro Kartenzahlung
Im Tarif Umsatzbasiertes Zahlen berechnet SumUp 1,39 Prozent pro Kartenzahlung und keine feste monatliche Gebühr. Der Tarif Zahlungen Plus kostet 19 Euro im Monat oder 199 Euro im Jahr und senkt die Gebühr auf 0,79 Prozent für Privatkundenkarten aus dem EWR, während Firmen-, Premium- und Nicht-EWR-Karten bei 1,39 Prozent bleiben und Onlinezahlungen 2,50 Prozent kosten.
Bank oder E-Geld-Institut?
Die SumUp Limited hat eine E-Geld-Lizenz der irischen Zentralbank und keine Banklizenz, deshalb ist SumUp ein E-Geld-Institut. Händlergelder liegen auf getrennten Konten und fallen nicht unter eine Einlagensicherung, und das ist der wichtigste rechtliche Unterschied zum Geschäftskonto bei einer Bank.
Welche Karten werden akzeptiert?
SumUp-Kartenterminals in Deutschland akzeptieren die girocard sowie Karten von Visa und von Mastercard, American Express, Discover, Diners Club und UnionPay. Kunden können an jedem SumUp-Kartenterminal auch mit Apple Pay auf dem iPhone oder mit Google Pay auf einem Android-Smartphone bezahlen.
Kartenakzeptanz und Händlerzahlungen
SumUp und Finance Loop
Finance Loop behandelt Kartenakzeptanz und Händlerzahlungen im Bereich Zahlungsverkehr und digitales Geld. Finance Loop erklärt, wie SoftPOS ein Smartphone zum Kartenterminal macht, die Technik hinter Tap to Pay von SumUp, und wie das Acquiring eine Kartenzahlung vom Terminal zum Händler bringt.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.