WealthTech
WealthTech in Deutschland umfasst Software und digitale Dienste für Geldanlage und Vermögensverwaltung. Dazu gehören automatisierte Portfoliodienste und Werkzeuge, mit denen Banken Kunden beraten oder deren Bestände verwalten. Privatanleger nutzen solche Angebote über Onlineplattformen, während Finanzinstitute die Software in ihre Anlageberatung einbinden.
WealthTech-Plattformen helfen Anlegern bei der Auswahl eines Portfolios und beim Überblick über dessen Entwicklung. Automatisierte Vermögensverwalter können Anlagen nach einer vereinbarten Strategie umschichten; bei Broker-Apps geben Kunden eigene Aufträge auf. Der Unterschied ist wichtig, weil Portfolioverwaltung und die Bereitstellung eines Handelskontos verschiedene Aufgaben mit sich bringen.
Software für die Vermögensverwaltung
WealthTech ist die Software der Vermögensverwaltung: Robo-Advisor, die ein Portfolio aufbauen und umschichten, digitale Broker-Apps (Neobroker) und die Werkzeuge, mit denen Banken im Hintergrund viele Kunden zugleich beraten. In Deutschland hatte das Feld zwei Ausgangspunkte. Banken digitalisierten ihre bestehende Anlageberatung, und eigenständige Robo-Advisor starteten, um per App um dieselben Anleger zu werben.
„Robo Advisor Vergleich“ gehört zu den meistgesuchten Begriffen des Feldes, und die Suche führt in einen dichten Markt: Mehr als ein Dutzend Anbieter konkurrieren über Kosten, Portfolioaufbau und Mindestanlage.
Die Robo-Advisor im Vergleich
quirion aus Berlin ist ein Robo-Advisor und eine Tochter der Quirin Privatbank, der BaFin-lizenzierten Depotbank. quirion beziffert die Kundenzahl auf knapp 100.000. Das verwaltete Vermögen liegt in weltweit gestreuten Indexfonds und ETFs. Scalable Capital aus München betreibt den Robo-Advisor Scalable Wealth und einen Broker und meldet mehr als eine Million Kunden.
Der Vergleich endet nicht bei eigenständigen Plattformen. comdirect und andere Filialbanken verkaufen einen eigenen Robo-Advisor als Zusatz zum Konto. Wer einen Robo-Advisor sucht, wählt deshalb oft zwischen einer unabhängigen Plattform und dem Angebot der Bank, bei der er schon Kunde ist.
Warum jeder Robo-Advisor eine BaFin-Erlaubnis braucht
Auch ein Robo-Advisor unterliegt der deutschen Bankenaufsicht. Laut den BaFin-Hinweisen zur Robo-Advice braucht, wer automatisierte Portfolioverwaltung oder Anlageberatung anbietet, eine Erlaubnis nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG), genau wie ein Berater in der Filiale. Deshalb arbeitet quirion über eine lizenzierte Bank, und Scalable Capital hält über die Scalable Capital Bank GmbH eine eigene Banklizenz.
Nach MiFID II muss ein Robo-Advisor prüfen, ob eine Anlage zum Kunden passt, bevor er sie vorschlägt. Für einen Robo-Advisor gilt dieselbe Geeignetheitsprüfung wie beim Berater, nur automatisiert über einen Fragebogen bei der Kontoeröffnung. Die BaFin beaufsichtigt das von Bonn und Frankfurt am Main aus und kann jederzeit prüfen, ob der Algorithmus einer Plattform die gesetzlichen Kriterien der Anlageberatung tatsächlich anwendet.
Digitale Vermögensverwaltung in der Praxis
Der Gebührendruck bleibt. Scalable Capital beziffert das Kundenvermögen auf mehr als 60 Mrd. €, zwei Drittel davon in ETFs, und gegen diese Größe über den Preis anzutreten, ist für kleinere Robo-Advisor Alltag. Derselbe Druck bringt Plattformen dazu, mehr als reine Portfolioverwaltung anzubieten: steueroptimierte Verlustverrechnung, nachhaltige Portfolios und bei manchen Anbietern Kryptowerte neben ETFs.
Für Familienvermögen jenseits dessen, was ein Robo-Advisor abdeckt, führt das Feld zu Family Offices in Frankfurt, die größere Privatvermögen außerhalb des Standardprozesses einer Bank verwalten.
Kommende Events zu Investment und WealthTech in Deutschland
WealthTech-Events von Finteda
Finteda verbindet Praktiker aus Finanzen, Technologie und Daten in seinem Netzwerk und lädt zu Sessions bei Banken, Fonds und Datenfirmen in Frankfurt, London, New York, Paris und Zürich ein, Teilnahme nur auf Einladung. Das Frankfurter Programm hat WealthTech direkt aufgegriffen, etwa mit der Session „WealthTech, RegTech & Cloud“, und der Kalender insgesamt erreicht Vermögensverwalter, Asset Manager und die Anbieter, die Software für sie bauen.
Finance Loop und Finteda unterstützen beide die Reihe Claude Hacker House in Frankfurt, und Finance Loop war Partner von Fintedas AI in Finance Paris zu Themen aus Vermögensverwaltung und Investment. Finteda präsentierte auch den FinTech Founder & Investor Evening in Frankfurt, bei dem Finance Loop Partner war. Die Veranstaltungen von Finteda umfassen auch weitere Sessions zum Thema WealthTech.
WealthTech und Finance Loop
Finance Loop ist der Treffpunkt für Menschen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz WealthTech bauen und darin investieren: Produktleute von Robo-Advisors und Asset Managern, Banker und Gründer neuer Anlageplattformen. Die Events finden in Frankfurt statt, außerdem in München, Berlin und Hamburg.
Finance Loop ist Partner des FinTech Founder & Investor Evening, präsentiert von Finteda, der Kanzlei Schalast und dem Softwarehaus für Vermögensverwaltung Fincite, und Finteda und Finance Loop unterstützen beide die Reihe Claude Hacker House. Für den Bitcoin-Teil eines Portfolios behandelt die Masterclass Bitcoin for Investors Portfolio-Eignung, Zugangswege und Verwahrung. Verwandte Seiten: WealthTech in Frankfurt und Robo-Advisor in Deutschland.
Was ist WealthTech?
WealthTech ist Software und digitale Dienste für Vermögensverwaltung und Privatanleger: Robo-Advisor, digitale Broker und die Portfolio-Werkzeuge, die Banken mit ihren Kunden nutzen. Die WealthTech-Antwort im Wissensbereich erklärt die Kategorie und ihre Lizenzen.
Welcher Robo-Advisor ist der beste?
Keiner passt für alle Anleger. Vergleichen Sie Lizenz und Depotbank hinter der Plattform, die Gebühr nach dem Ende eines Einstiegsrabatts, den Portfolioaufbau (passive Indexfonds oder eine breitere Mischung) und die Mindestanlage. quirion und Scalable Capital fallen im Robo-Advisor-Vergleich am häufigsten, und wer bei einem Konto bleiben will, nimmt den Robo-Advisor der eigenen Bank, etwa den der comdirect.
Ist ein Robo-Advisor in Deutschland reguliert?
Ja. Ein Robo-Advisor braucht wie ein menschlicher Berater eine Erlaubnis nach dem KWG, und die BaFin beaufsichtigt ihn nach denselben Geeignetheitsregeln aus MiFID II. Eine Plattform ohne Lizenz oder ohne lizenzierte Bank im Hintergrund darf in Deutschland keine Kundenportfolios verwalten und nicht dazu beraten.
WealthTech und Finance Loop
WealthTech hat das Investieren für Millionen Menschen in Deutschland in eine App verlegt, und Finance Loop bringt die Menschen hinter diesem Wandel mit Banken, Asset Managern und Aufsicht zusammen, bei Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg. Finteda, das Praktiker-Netzwerk für Finanzen, Technologie und Daten, unterstützt wie Finance Loop die Reihe Claude Hacker House. Mehr zum Netzwerk steht unter Über Finance Loop.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.