Digital Assets Deutschland
Digitale Vermögenswerte in Deutschland sind Vermögenswerte, die durch elektronische Aufzeichnungen dargestellt werden, etwa Kryptowerte und digital ausgegebene Wertpapiere. Ihre Ausgestaltung bestimmt, was ein Inhaber besitzt und wie sich das Eigentum übertragen lässt. Ein Token kann einen finanziellen Anspruch abbilden oder einem anderen Zweck dienen.
Für verschiedene Arten digitaler Vermögenswerte gelten unterschiedliche rechtliche Anforderungen, darunter die EU-Verordnung MiCA für Kryptowerte. Die BaFin ist die deutsche Aufsichtsbehörde für beaufsichtigte Anbieter. Anleger und Unternehmen müssen den Vermögenswert und die angebotene Leistung einordnen, um Verwahrung, Zugriff und geltende Schutzregeln zu prüfen.
Was nach deutschem Recht ein digitaler Vermögenswert ist
Ein digitaler Vermögenswert existiert nur als Eintrag in einem verteilten Register, und das deutsche Recht ordnet ihn danach ein, wofür der Eintrag steht. Ein Token, der wie eine Anleihe oder ein Fondsanteil funktioniert, ist ein Wertpapier; nach dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) kann er als Kryptowertpapier in einem Register entstehen, das ein von der BaFin zugelassener Registerführer betreibt. Ein Token, der eine amtliche Währung abbildet, etwa ein Euro-Stablecoin, ist ein E-Geld-Token und darf nur von einer Bank oder einem E-Geld-Institut ausgegeben werden. Alles andere, auch Bitcoin, ist ein Kryptowert nach der EU-Verordnung MiCA. Die Antwort Was sind digitale Vermögenswerte? erklärt die Begriffe.
Schon vor MiCA waren Kryptowerte Finanzinstrumente nach dem Kreditwesengesetz, und wer Kryptowerte oder private Schlüssel für andere verwahrt, brauchte laut Merkblatt der BaFin eine Erlaubnis für das Kryptoverwahrgeschäft. Firmen mit dieser Erlaubnis konnten über ein vereinfachtes Verfahren in die MiCA wechseln, gestützt auf den Abgleich der BaFin zwischen beiden Regimen.
Wer digitale Vermögenswerte beaufsichtigt
Die BaFin ist nach dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) die zuständige Behörde für MiCA in Deutschland. Wer für Kunden Kryptowerte handelt, tauscht, verwahrt oder dazu berät, braucht ihre Erlaubnis, die dann in jedem EU-Staat gilt. Kryptowertpapierregister bleiben im Kreditwesengesetz. Mehr zu MiCA in Deutschland.
Die Deutsche Bundesbank unterstützt die BaFin in der laufenden Aufsicht, und das Eurosystem entscheidet, wie tokenisierte Wertpapiere in Zentralbankgeld abgewickelt werden. Für eine deutsche Firma mit Kunden in Österreich deckt die MiCA-Lizenz das EU-Mitglied Österreich ab; die Schweiz folgt eigenem Recht unter der FINMA.
Wie Sparer an Digital Assets kommen
Die großen Bankengruppen bringen Krypto in die Apps, die ihre Kunden schon nutzen. Die DZ BANK hat eine MiCAR-Zulassung für meinKrypto, eine Wallet in der Banking-App der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die DekaBank hat ihre Partnerschaft mit Boerse Stuttgart Digital auf ein Privatkundenangebot für die Sparkassen ausgeweitet, berichtet Ledger Insights (auf Englisch), gedacht für deren rund 50 Millionen Privatkunden. In beiden Fällen verwahrt Boerse Stuttgart Digital die Coins, deren Verwahrgesellschaft als erster deutscher Anbieter eine EU-weite MiCAR-Lizenz erhielt.
Hinter vielen Brokern steht ein Spezialist. Tangany in München verwahrt Krypto für mehr als 60 institutionelle Kunden und über sie für mehr als 700.000 Kunden in Deutschland. Wer ein börsennotiertes Produkt bevorzugt, kauft ein Krypto-ETP an Xetra oder in Stuttgart. Für tokenisierte Wertpapiere betreibt die Gubbi AG aus Hamburg den GDX Primary Market, dessen eWpG-Papiere über Finanzberater vertrieben werden, und Neobroker verkaufen Krypto neben Aktien und ETFs.
Wie digitale Vermögenswerte besteuert werden
Für Privatanleger gelten die Regeln des Bundesfinanzministeriums: Ein Gewinn aus privat gehaltenen Kryptowerten ist steuerfrei, wenn der Verkauf nach mehr als einem Jahr erfolgt, ein Gewinn im ersten Jahr wird als Einkommen versteuert. Ein Kryptowertpapier nach dem eWpG wird wie jedes andere Wertpapier besteuert. Die Meldung wird europäisch: Nach DAC8 melden Kryptoplattformen die Geschäfte von EU-Bürgern an die Steuerbehörden, die sie untereinander austauschen.
Kommende Digital-Assets-Events in Deutschland
Digital-Assets-Events in Deutschland und Finance Loop
Finance Loop ist der Treffpunkt für alle, die bei deutschen Banken, Asset Managern, Börsen und Fintechs an digitalen Vermögenswerten arbeiten. Finance Loop verbindet die Finanz-, IT- und KI-Communities in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg.
In Frankfurt war Finance Loop Partner der Crypto Assets Conference von Frankfurt School und Gruppe Deutsche Börse und des Forums für Digitale Vermögenswerte. Finance Loop veranstaltete die Digital Finance Night für Banken und Vermögensverwalter mit Digital-Asset-Strategien, ist Partner von Frankfurt Digital Finance und hat eine Kooperation mit 21X, nach eigenen Angaben der erste voll regulierte Handelsplatz der EU für digitale Wertpapiere. Das Frankfurt Forum on Digital Assets & Applications von d-fine brachte DekaBank, 360X, 21X, Seturion und die Bundesbank zu DLT-basierten Märkten zusammen. In München arbeitet Finance Loop mit DLT Germany und W3MUC, und der Bundesblock, dessen Mitglied Finance Loop ist, veranstaltet dort einen Digital Assets Day. In Dortmund war Finance Loop Partner der CONF3RENCE. Wer mit Bitcoin einsteigt, findet das Bitcoin-Seminar für Anleger in Frankfurt, München und Berlin.
Was sind Digital Assets im Bankwesen?
Im Bankwesen sind digitale Vermögenswerte Kryptowerte, tokenisierte Wertpapiere und Stablecoins, die eine Bank für Kunden handelt, verwahrt oder ausgibt. Für jede Art braucht eine deutsche Bank die passende Erlaubnis: MiCA für Kryptodienste, eine Registerlizenz für Kryptowertpapiere und eine E-Geld- oder Banklizenz für einen Euro-Stablecoin.
Wie werden Kryptowerte in Deutschland besteuert?
Wer als Privatanleger Kryptowerte nach mehr als einem Jahr Haltedauer verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer; ein Verkauf innerhalb eines Jahres ist steuerpflichtig. Tokenisierte Wertpapiere werden wie klassische Wertpapiere besteuert. Nach DAC8 melden Plattformen die Geschäfte ihrer Kunden ans Finanzamt.
Welche Regeln gelten für Digital Assets in der EU?
MiCA regelt Kryptowerte und Stablecoins, MiFID II und das eWpG tokenisierte Wertpapiere, das DLT-Pilotregime erlaubt Blockchain-Handels- und Abwicklungsplätze, und die Geldtransferverordnung bringt die Travel Rule zu Kryptotransfers. DAC8 ergänzt die Steuermeldung.
Welche Digital-Assets-Konferenzen gibt es in Deutschland?
Zu den Konferenzen gehören die Crypto Assets Conference und das Forum für Digitale Vermögenswerte in Frankfurt, der Digital Assets Day des Bundesblock in München und die CONF3RENCE in Dortmund. Aktuelle Termine stehen im Eventkalender.
Digital Assets in Deutschland und Finance Loop
Digital Assets sind der Kern des Themenfelds Investment & digitale Vermögenswerte. Finance Loop war Partner der Crypto Assets Conference und des Forums für Digitale Vermögenswerte und arbeitet mit DLT Germany, W3MUC und dem Bundesblock in München und bundesweit.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, etwa KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, in vier Themenfeldern Know-how und persönliche Netzwerke aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.