SEPA XML
SEPA XML ist das strukturierte Dateiformat, mit dem Unternehmen Euro-Zahlungsaufträge an ihre Banken übermitteln. Die Nachrichten folgen dem Standard ISO 20022 und enthalten Beträge, Konten und Zahlungsreferenzen in festgelegten Feldern. Unternehmen können mehrere Aufträge in einer Datei zur automatisierten Verarbeitung einreichen.
Finanzteams verbinden damit Lohnabrechnung, Buchhaltung und Treasury-Systeme mit ihren Banken. Die Nachricht pain.001 beauftragt Überweisungen, während pain.008 Lastschriften einreicht. Banken melden mit pain.002 den Bearbeitungsstatus zurück, sodass der Absender Aufträge mit weiterem Klärungsbedarf erkennen kann.
pain.001, pain.008 und pain.002
Der Name einer Nachricht hat drei Teile: pain.001.001.09 ist die Nachricht pain.001, Variante 001, Version 09. pain steht für Payment Initiation, die Nachrichten vom Kunden an die Bank. Eine pain.001-Datei enthält Sammler von SEPA-Überweisungen mit Zahler, Empfänger, IBAN, Betrag, Ausführungsdatum und Verwendungszweck. Eine pain.008-Datei enthält Lastschriften und braucht je Transaktion Mandatsreferenz und Datum, den Sequenztyp und die Art CORE oder B2B.
Die Bank prüft die Datei und meldet das Ergebnis per pain.002: angenommen, teilweise angenommen oder abgelehnt, mit Grundcode für jede abgelehnte Zahlung. Was gebucht wurde, zeigt später der Kontoauszug in camt.053.
Versionen und der Wechsel auf .09
In Deutschland legt die Deutsche Kreditwirtschaft in der Anlage 3 zum DFÜ-Abkommen fest, welche Versionen Banken annehmen; die Anlage wird jeden November aktualisiert. Die Version ab 19. November 2023 wechselte auf die ISO-20022-Fassung von 2019 und strukturierte Adressen, passend zu den Leitlinien des European Payments Council.
Banking.Vision nennt die Änderungen für Unternehmen: pain.001.001.03 wird zu pain.001.001.09, pain.008 zu pain.008.001.08, das BIC-Feld heißt BICFI, das Ausführungsdatum kann eine Uhrzeit tragen, die Adresse strukturiert sein. Mit .09 deckt dasselbe Format auch Auslandszahlungen ab, die bis dahin im DTAZV-Textformat von 1986 liefen.
Die Annahme der Datei
Jede Bank veröffentlicht die Versionen und Optionen, die sie annimmt, und ein Validator prüft die Datei vor dem Versand gegen das Schema. Unternehmen laden sie im Online-Banking hoch oder senden sie aus dem ERP über EBICS. Ein Payment Hub erzeugt für jede Bank die passende Version. Echtzeitüberweisungen nutzen dieselbe pain.001 mit Kennzeichen. Über ein optionales EBICS-Verfahren der Kreditwirtschaft können Banken Firmenkunden in Echtzeit über eingehende Echtzeitüberweisungen informieren, schreibt die DK.
Kommende Events zu Payments
Wie erstelle ich eine SEPA-XML-Datei?
Buchhaltungs-, Lohn- und ERP-Software exportieren sie aus dem Zahllauf. Online-Banking und Generatoren erstellen sie aus einer Liste von Zahlungen. Gleich mit welchem Werkzeug: Die Datei muss eine Version haben, die die Bank annimmt.
Was unterscheidet pain.001 von pacs.008?
pain.001 ist die Nachricht vom Kunden an die Bank: Das Unternehmen beauftragt die Zahlung. pacs.008 ist die Nachricht zwischen Banken, die die Bank dann über ein Clearing an die Empfängerbank sendet. Die Bankenseite beschreibt ISO-20022-Migration.
Kann eine SEPA-XML-Datei Echtzeitüberweisungen enthalten?
Die pain.001 kennzeichnet eine Überweisung als Echtzeit, und die Bank leitet sie an TIPS oder RT1. Seit der Verordnung zu Echtzeitüberweisungen müssen Banken im Euroraum Echtzeitaufträge auch als Sammler annehmen.
SEPA XML und Finance Loop
Finance Loop bringt Treasury- und Buchhaltungsteams, die Zahlungsdateien erzeugen, mit den Bankteams zusammen, die sie verarbeiten. Finance Loop unterstützt When Banks Say 'No', ein Frankfurter Seminar zu internationalen Zahlungsströmen und den Prüfungen, die sie durchlaufen.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.