Expansion Deutschland

Eine Expansion nach Deutschland bedeutet, Produkte und Vertrieb an die Kunden, Institutionen und Regeln des deutschen Marktes anzupassen. Für Fintechs und Anbieter von Finanzsoftware kommen Banken, Versicherer und Vermögensverwalter als Kunden infrage. Ihr Bedarf reicht von Zahlungsabwicklung und Kundenangeboten bis zur Technik für die internen Abläufe eines Finanzinstituts.

Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken organisieren Einkauf und Technik unterschiedlich. Ein Anbieter muss verstehen, welches Institut entscheidet und wie sich sein Produkt mit bestehenden Systemen verbindet. Sicherheit, verlässlicher Betrieb und klar dokumentierte Verantwortlichkeiten sind wichtig, wenn ein Finanzunternehmen einen externen Technologiepartner auswählt.

Geschäftspartner unterschreiben einen Anbieter-Vertrag in einem deutschen Innenhof

Wie Banken einkaufen

Die Sparkassen teilen sich das Kernbankensystem OSPlus von Finanz Informatik, die Volks- und Raiffeisenbanken nutzen agree21 von Atruvia, mit der DZ BANK als Zentralinstitut. Ein Produkt, das an diese Systeme angebunden werden muss, erreicht Hunderte Banken über den IT-Dienstleister oder das Zentralinstitut der Gruppe oder gar nicht. Privatbanken wie Deutsche Bank und Commerzbank kaufen einzeln. Kernbankensysteme in Deutschland erklärt den Aufbau, Marketing für Banken den Weg zu jeder Gruppe.

Zahlungsprodukte müssen die Standards der Deutschen Kreditwirtschaft beherrschen, etwa EBICS für das Firmenkundengeschäft und die SEPA-Datenformate, bevor eine Gruppe kauft.

Zu den Technologieprojekten von Banken gehören Echtzeitüberweisungen, Kryptohandel in Banking-Apps und KI in Kredit und Compliance. Bei Technologieverträgen sind die jeweils anwendbaren Anforderungen von DORA zu berücksichtigen.

Was DORA im Vertrag verlangt

Seit dem 17. Januar 2025 gilt der Digital Operational Resilience Act direkt für deutsche Banken. Artikel 30 nennt, was ein IKT-Dienstleistungsvertrag enthalten muss: Beschreibung der Dienste, Länder der Datenverarbeitung, Regeln zu Datenschutz und Datenrückgabe am Ende, Service-Level, Unterstützung bei IKT-Vorfällen und Zusammenarbeit mit der Aufsicht. Für Dienste, die eine kritische oder wichtige Funktion unterstützen, kommen vollständige Service-Level, Kündigungsfristen, Notfallpläne, uneingeschränkte Zugangs-, Prüf- und Auditrechte für Bank und Aufsicht und eine Exit-Strategie hinzu. Wer diese Klauseln fertig mitbringt, verkürzt die Verhandlung. DORA in Deutschland und Auslagerung und Cloud bei Banken erklären den Rest.

Geschäftskultur in deutschen Banken

Manches, was Ausländer deutsche Geschäftskultur nennen, ist Bankenaufsicht. Nach MaRisk trennt eine deutsche Bank Markt und Marktfolge, und eine Kreditentscheidung braucht zwei Voten, eines aus jedem Bereich; dasselbe Vier-Augen-Prinzip prägt, wie eine Bank einen Anbieter freigibt. Entscheidungen laufen deshalb über ein Gremium, und ein erstes Treffen endet selten mit einer Zusage. Eine schriftliche Zusammenfassung der vereinbarten Punkte wird erwartet, und im ersten Gespräch ist die Anrede mit Nachnamen und akademischem Titel wie Dr. üblich.

Eine Firma in Deutschland gründen

Germany Trade & Invest, die Wirtschaftsförderung des Bundes, hilft ausländischen Firmen beim Aufbau ihres Geschäfts in Deutschland (auf Englisch), mit Informationen zu Gründung, Unternehmensteuern, Visa und Förderprogrammen. Wer nur Software an Banken verkauft, kann mit einer GmbH starten; ein reguliertes Geschäft braucht zuerst seine Lizenz, wie Markteintritt in Deutschland erklärt.

Kommende Finance-Loop-Events

Was spricht für Deutschland als Markt für Fintechs?

Ein großer Bankenmarkt in der EU, mit EZB, Bundesbank und Deutscher Börse in Frankfurt und mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die über gemeinsame IT-Dienstleister erreichbar sind. Eine BaFin-Lizenz lässt sich per Pass in der übrigen EU nutzen.

Kaufen deutsche Banken bei ausländischen Fintechs?

Ja, wenn der Anbieter die Auslagerungs- und DORA-Prüfung besteht und deutsche Standards unterstützt. Ein Pilot mit einer Bank, den diese Bank auf einem Event vorstellt, erleichtert den nächsten Verkauf.

Expansion mit Finance Loop

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk für neue Technologien im Finanzwesen mit mehr als 4.000 Mitgliedern. Finance Loop veranstaltet Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg in vier Feldern, Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance, und wird in Zusammenarbeit mit Frankfurt Main Finance und TechQuartier aufgebaut.

Eine Firma, die neu in Deutschland ist, kann ein Webinar sponsern (2.500 EUR netto) und dessen Agenda mitbestimmen, ein Meetup sponsern (3.000 EUR netto) mit bis zu 20 Minuten Vortrag, ein eigenes Event ausrichten (ab 7.000 EUR netto), Partner werden mit Vorteilen über das ganze Jahr (Premium Partner ab 7.800 EUR netto im Jahr) oder sich einer Delegation zu Events wie Frankfurt Digital Finance anschließen, mit persönlichen Vorstellungen durch das Team von Finance Loop (1.200 EUR netto pro Person).

Expansion nach Deutschland und Finance Loop

Finance Loop arbeitet mit der DZ BANK als Event- und Netzwerkpartner zusammen. Bei seinen Events treffen Fintechs auf Banken und Marktinfrastruktur, etwa bei der Digital Finance Night Frankfurt.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.

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