Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH
Die Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH, kurz GfK, ist ein Kryptowertpapierregisterführer in Willich in Nordrhein-Westfalen. Sie trägt Anleihen, Fondsanteile und Namensaktien in ihr Kryptowertpapierregister nach dem eWpG ein, mit oder ohne Token auf einer Blockchain.
Die BaFin beaufsichtigt die Firma, die eine Erlaubnis nach § 32 KWG für die Führung eines Kryptowertpapierregisters nach § 16 eWpG hat. Matthias Albrecht, Thomas Kramer und Michael Heinks führen die GfK als Geschäftsführer, und mit dem Nürnberger Marktforschungskonzern gleicher Abkürzung hat sie nichts zu tun.
Was die GfK für Emittenten tut
Die GfK berät Emittenten bei der Begebung elektronischer Wertpapiere, trägt die Wertpapiere in ihr Kryptowertpapierregister ein und führt das Register über die ganze Laufzeit. Für Recht, Technik und Vertrieb arbeitet sie mit einem Netzwerk aus Anwälten, Technologieanbietern und Vertriebspartnern.
Die Firma nennt die Leistungen, die sie nicht anbietet: Anlageberatung, Verwahrung von Kryptowerten oder Kryptowertpapieren, Platzierung, Zahlungsdienste, Kontoführung und Zahlstellendienste. Die GfK veröffentlicht ein eigenes Root-Zertifikat und ein PDF-Signaturzertifikat, damit Empfänger die Signatur ihrer Registerdokumente prüfen können.
Namensaktien, Fondsanteile und Anleihen für den Mittelstand
Die GfK nennt drei Anwendungsfälle für ihr Register, zuerst die Namensaktien von Aktiengesellschaften. Eine Aktiengesellschaft kann ihre Aktien in einem Kryptowertpapierregister führen, und die GfK erwartet Sekundärmärkte für solche E-Aktien unter dem DLT Pilot Regime.
Fondsgesellschaften können Fondsanteile als Kryptofondsanteile auflegen, und Mittelständler können sich über digitale Anleihen finanzieren. Laut GfK lohnt sich eine Emission dank des schlanken Verfahrens schon ab einem Volumen von 1 Million Euro.
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Warnung vor Identitätsmissbrauch
Die GfK warnt, dass Unbekannte ihren Firmennamen und ihre Erlaubnisangaben für betrügerische Angebote im Internet nutzen. Die Firma betreibt nur die Websites, die sie auf ihrer Warnseite nennt, und bittet, ein Angebot im Zweifel über die dort genannten Kontakte zu prüfen.
Der Düsseldorfer Registerführer e-Sec hat eine ähnliche Warnung vor einer gefälschten Website mit Kryptorückholdienst veröffentlicht. Anleger können in der Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen, ob eine Firma eine Erlaubnis hat, bevor sie Geld überweisen.
Die GfK im BVeW
Die GfK gehörte im April 2023 mit Cashlink, E-SEC, Smart Registry und Tangany zu den sieben Gründungsmitgliedern des Bundesverbands für elektronische Wertpapiere. Der Verband hat im September 2023 einen technischen Standard für tokenbasierte Kryptowertpapiere beschlossen, damit andere Registerführer Token aus fremden Registern lesen können.
Emittenten, die Registerführer vergleichen, finden den Ablauf einer Emission unter Kryptowertpapiere emittieren. Rechtsgrundlage ist das Gesetz über elektronische Wertpapiere von 2021, das das Zukunftsfinanzierungsgesetz für elektronische Aktien geöffnet hat.
Die GfK und Finance Loop
Mittelständische Emittenten, Fondsgesellschaften und Banken im Netzwerk von Finance Loop sehen Kryptowertpapiere als Weg, kleinere Beträge ohne klassische Anleihe aufzunehmen. Finance Loop bringt ihre Teams aus Finanzen, Recht und Abwicklung mit Registerführern und Plattformen zusammen, damit sie Kosten und Schritte vom Term Sheet bis zum Registereintrag vergleichen.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.