Größte Zahlungsanbieter in Deutschland
Ein Zahlungsanbieter ist ein Unternehmen, das Geld für einen Händler oder eine Privatperson bewegt, vom Kartenterminal an der Bäckertheke bis zum Bezahlknopf im Onlineshop. In Deutschland gehören dazu Zahlungsdienstleister und Acquirer, die Händlern das Geld auszahlen, digitale Wallets und Ratenkauf-Dienste an der Kasse sowie App-Banken, mit deren Karten und Konten Menschen ihren Alltag bezahlen.
Keine veröffentlichte Kennzahl misst all diese Unternehmen gleich, denn ein Acquirer meldet sein Zahlungsvolumen, eine Wallet ihre Nutzer und eine Neobank ihre Kunden. Ein fairer Vergleich der größten Zahlungsanbieter in Deutschland teilt die 20 Anbieter daher in drei Gruppen, jede nach einer Kennzahl der Firmen oder der Bundesbank. Die meisten Firmenzahlen gelten für einen Konzern oder weltweit, weil kaum ein Anbieter deutsche Zahlen nennt.
So lesen Sie die Ränge
Ein Rang vergleicht einen Anbieter nur mit den anderen Anbietern seiner Gruppe, deshalb sagt Rang 9 für PayPal nichts über seine Größe neben Rang 8 für Mollie. Gruppe A, die Zahlungsdienstleister und Acquirer, folgt dem verarbeiteten Zahlungsvolumen des letzten vollen Jahres, ohne Volumen den Transaktionen und danach der Zahl der Händler. Gruppe B, die Wallets, Bezahlverfahren und Buy-now-pay-later-Dienste, folgt dem Anteil der Internetnutzer in Deutschland, die das Verfahren in der Zahlungsverhaltensstudie der Bundesbank von September bis Dezember 2025 eingerichtet hatten. Gruppe C, die Neobanken, Fintech-Konten und Geldtransferdienste, folgt zuerst den Kunden in Deutschland und danach den Kunden des ganzen Unternehmens.
Unzer steht nur deshalb vor PAYONE, SumUp, Fiserv und Mollie, weil Unzer ein verarbeitetes Volumen veröffentlicht und die anderen vier nicht. Dasselbe gilt in Gruppe C für bunq, Wise und N26, deren Reihenfolge von Konzernzahlen abhängt, weil keiner der drei eine Kundenzahl für Deutschland nennt. Die Liste enthält jeden Anbieter mit Kunden in Deutschland, gleich wo er seinen Sitz hat, und die Kartensysteme Visa, Mastercard und girocard haben weiter unten einen eigenen Abschnitt.
Die 20 größten Zahlungsanbieter in Deutschland im Überblick
| Rang | Anbieter | Gruppe | Kennzahl |
|---|---|---|---|
| 1 | Stripe | A | 1,9 Billionen US-Dollar Zahlungsvolumen 2025, weltweit |
| 2 | Adyen | A | 1.394,3 Milliarden Euro verarbeitetes Volumen 2025, weltweit |
| 3 | Nexi | A | 837,0 Milliarden Euro verwaltete Transaktionen 2025, Konzern |
| 4 | Unzer | A | 18,5 Milliarden verarbeitetes Volumen 2025 |
| 5 | PAYONE | A | 5,4 Milliarden Transaktionen pro Jahr |
| 6 | SumUp | A | mehr als 1 Milliarde Transaktionen pro Jahr, weltweit |
| 7 | Fiserv (TeleCash) | A | mehr als 130.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland |
| 8 | Mollie | A | mehr als 350.000 Unternehmen mit GoCardless |
| 9 | PayPal | B | von 77 Prozent der Internetnutzer in Deutschland eingerichtet |
| 10 | Klarna | B | von 48 Prozent eingerichtet |
| 11 | Apple Pay | B | von 18 Prozent eingerichtet |
| 12 | Google Pay | B | von 16 Prozent eingerichtet |
| 13 | Wero | B | von 5 Prozent eingerichtet; später 9 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland |
| 14 | Trade Republic | C | mehr als 5 Millionen Kunden in Deutschland |
| 15 | Revolut | C | mehr als 3 Millionen Privatkunden in Deutschland |
| 16 | bunq | C | mehr als 20 Millionen Nutzer in Europa |
| 17 | Wise | C | 18,9 Millionen aktive Kunden, weltweit |
| 18 | N26 | C | 5,6 Millionen umsatzrelevante Kunden in 24 Märkten |
| 19 | Qonto | C | mehr als 750.000 Geschäftskunden in acht Märkten |
| 20 | Vivid | C | mehr als 100.000 Geschäftskunden |
Gruppe A: Zahlungsdienstleister und Acquirer
Ein Zahlungsdienstleister verbindet die Kasse eines Händlers mit Karten, Wallets und Bankzahlungen, und ein Acquirer rechnet Kartenzahlungen ab und zahlt das Geld an den Händler aus. Viele Anbieter dieser Gruppe übernehmen beide Aufgaben, und aus dem Acquiring hinter Terminal und Online-Checkout stammt das Zahlungsvolumen dieser Gruppe.
1. Stripe
Stripe ist ein Zahlungsunternehmen aus San Francisco und Dublin, dessen Software Onlineshops, Abo-Anbietern und Softwareplattformen die Annahme von Karten, Wallets und lokalen Zahlverfahren ermöglicht. Unternehmen auf Stripe erzielten 2025 ein Zahlungsvolumen von 1,9 Billionen US-Dollar, eine weltweite Zahl, die gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent stieg. Stripe nennt keine eigene Zahl für Deutschland, daher entscheidet das weltweite Volumen über den ersten Platz in Gruppe A.
2. Adyen
Adyen ist ein Zahlungsunternehmen aus Amsterdam, das Zahlungsabwicklung und eigenes Acquiring verbindet, sodass ein Händler Online-, App- und Ladenzahlungen über einen Vertrag abwickelt. Adyen verarbeitete 2025 ein Volumen von 1.394,3 Milliarden Euro (auf Englisch), 8 Prozent mehr als 2024, und diese Zahl umfasst alle Märkte weltweit. Dieselben Ergebnisse nennen für 2025 einen Nettoumsatz von 2.364,2 Millionen Euro, ebenfalls ohne Aufteilung für Deutschland.
3. Nexi
Nexi ist eine Zahlungsgruppe aus Mailand für Händler und kartenausgebende Banken, die den deutschen Acquirer Concardis und den nordischen Anbieter Nets übernommen hat. Nexi kaufte die restlichen Anteile an Computop, dem Zahlungsdienstleister aus Bamberg, und wurde am 17. September 2025 alleiniger Eigentümer (auf Englisch). In den Ergebnissen für 2025 meldete Nexi verwaltete Transaktionen im Wert von 837,0 Milliarden Euro (auf Englisch) im Händlergeschäft, eine Konzernzahl, zu der die DACH-Region als eigener Markt gehört.
4. Unzer
Unzer ist ein Zahlungs- und Softwareunternehmen für Handel, Gastronomie und Onlineshops, mit Terminals, Kassensoftware und mehr als 40 Zahlverfahren. Unzer nennt für 2025 ein verarbeitetes Transaktionsvolumen von 18,5 Milliarden und rund 90.000 Händler (auf Englisch) in seinen wichtigsten europäischen Märkten, bei einem Umsatz von 225,0 Millionen Euro. Unzer gibt das Volumen ohne Währung an und ist nach Nexi der einzige Anbieter in Gruppe A, der überhaupt ein Volumen veröffentlicht.
5. PAYONE
PAYONE ist ein Zahlungsdienstleister in Frankfurt und ein Gemeinschaftsunternehmen von Worldline und der DSV-Gruppe, die zur Organisation der Sparkassen gehört. PAYONE verarbeitet 5,4 Milliarden Transaktionen pro Jahr für 277.000 Kunden mit rund 1.300 Beschäftigten, veröffentlicht aber kein Zahlungsvolumen in Euro. Seit November 2025 nimmt PAYONE Wero im Online-Checkout an, sodass Händler auf der Plattform ihren Kunden das europäische Verfahren anbieten können.
6. SumUp
SumUp ist ein Zahlungsunternehmen für kleine Betriebe, die Karten mit einem Kartenleser, einem Terminal oder Tap to Pay auf dem Smartphone annehmen. SumUp überschritt eine Milliarde Transaktionen pro Jahr und bedient mehr als 4 Millionen Unternehmen (auf Englisch) weltweit, beide Zahlen gelten für alle Märkte. SumUp veröffentlicht weder ein Zahlungsvolumen in Euro noch eine Händlerzahl für Deutschland, daher bestimmt die weltweite Transaktionszahl den Platz.
7. Fiserv und TeleCash
Fiserv ist ein US-amerikanisches Finanztechnologieunternehmen, das die Kartenakzeptanz in Deutschland über seine Tochter TeleCash in Bad Homburg betreibt. TeleCash betreut mehr als 130.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland (auf Englisch), und für größere Händler hat Fiserv in Deutschland Carat from Fiserv gestartet. Fiserv meldete für 2025 einen Gesamtumsatz von 21,2 Milliarden US-Dollar (auf Englisch), eine weltweite Zahl, und nennt kein Zahlungsvolumen für Deutschland. Fiserv steht vor Mollie, weil TeleCash eine Händlerzahl für Deutschland veröffentlicht, während die Zahl von Mollie alle Märkte der Gruppe umfasst.
8. Mollie
Mollie ist ein Zahlungsdienstleister aus Amsterdam für Onlineshops und Unternehmen, die auch vor Ort verkaufen, mit Checkout-Anbindungen und Zahlungsterminals. Mollie hat den Kauf von GoCardless abgeschlossen, dem Londoner Anbieter für Lastschriften und Bankzahlungen, und die gemeinsame Gruppe bedient mehr als 350.000 Unternehmen in über 30 Märkten. Mollie veröffentlicht kein Zahlungsvolumen und steht deshalb am Ende von Gruppe A, obwohl die gemeinsame Gruppe viele Händler zählt.
Gruppe B: Wallets, Bezahlverfahren und Buy now, pay later
Eine Wallet oder ein Bezahlverfahren liegt zwischen dem Kunden und dem Konto oder der Karte, von dem bezahlt wird, und der Kunde wählt es an der Kasse. Die Zahlungsverhaltensstudie der Deutschen Bundesbank fragte Internetnutzer mit Girokonto in Deutschland, welche dieser Verfahren sie eingerichtet haben, und die Anteile unten stammen aus dieser Frage. Die Befragung lief von September bis Anfang Dezember 2025, späteres Wachstum wie der Start von Wero in Onlineshops fehlt daher in diesen Anteilen.
9. PayPal
PayPal ist eine digitale Wallet aus San Jose, mit der Menschen in Deutschland online einkaufen, Geld an Freunde senden und seit 2025 mit einer virtuellen Karte in der App an Ladenkassen zahlen. In der Bundesbank-Studie hatten 77 Prozent der Internetnutzer PayPal eingerichtet, und PayPal war nach Bargeld und girocard das am dritthäufigsten genutzte Verfahren für alltägliche Einkäufe. Das Nachrichtenportal heise online meldete unter Berufung auf PayPal 35 Millionen aktive Konten in Deutschland, und das Unternehmen zählte 2025 weltweit 439 Millionen aktive Konten und ein Zahlungsvolumen von 1,79 Billionen US-Dollar (auf Englisch).
10. Klarna
Klarna ist ein Zahlungsunternehmen aus Stockholm, bei dem Kunden sofort, später oder in Raten zahlen, ein Modell, das als Buy now, pay later bekannt ist. In der Bundesbank-Studie hatten 48 Prozent der Internetnutzer in Deutschland Klarna eingerichtet, der zweithöchste Anteil nach PayPal. In seinen Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 nannte Klarna Deutschland seinen größten Markt nach Volumen (auf Englisch) und zählte in den zwölf Monaten davor weltweit 120 Millionen aktive Kunden.
11. Apple Pay
Mit Apple Pay bezahlen Menschen mit einer Debit- oder Kreditkarte, die in der Wallet-App von iPhone oder Apple Watch hinterlegt ist, am kontaktlosen Terminal, in Apps und in Onlineshops. Apple nennt keine Nutzerzahl für Deutschland, doch in der Bundesbank-Studie hatten 18 Prozent der Internetnutzer Apple Pay eingerichtet, und rund 40 Prozent der mobil Zahlenden nutzen es üblicherweise an der Kasse. Mobile Verfahren kamen 2025 bei 10 Prozent aller Zahlungen in Deutschland zum Einsatz, vier Prozentpunkte mehr als 2023.
12. Google Pay
Google Pay ist das Bezahlverfahren von Google, mit dem Menschen mit einer in Google Wallet hinterlegten Karte per Android-Smartphone oder Wear-OS-Uhr zahlen. In der Bundesbank-Studie hatten 16 Prozent der Internetnutzer Google Pay eingerichtet, und unter den mobilen Verfahren an der Ladenkasse liegt es auf Platz zwei hinter Apple Pay. Google nennt keine Nutzerzahl für Deutschland, und sein Anteil an mobilen Zahlungen an der Kasse stieg zwischen den Studien von 2023 und 2025 leicht.
13. Wero
Wero ist das Konto-zu-Konto-Bezahlverfahren der European Payments Initiative, eingebaut in die Apps teilnehmender deutscher Banken und als eigene App erhältlich. Nur 5 Prozent der Internetnutzer hatten Wero in der Bundesbank-Studie von Ende 2025 eingerichtet, als der Dienst fast nur Zahlungen zwischen Privatpersonen abwickelte. Später meldete das Magazin t3n unter Berufung auf die European Payments Initiative 9 Millionen registrierte Wero-Nutzer in Deutschland, und die Initiative zählte im September 2026 60 Millionen Nutzer von Wero-Überweisungen in Belgien, Frankreich und Deutschland (auf Englisch).
Gruppe C: Neobanken, Fintech-Konten und Geldtransfer
Eine Neobank führt Girokonten, Karten und Sparprodukte über eine Smartphone-App ohne Filialnetz, und ihre Kunden zahlen jeden Tag mit ihrer Karte. Bei den Neobanken in Deutschland eröffnen und nutzen Kunden ihr Konto vollständig in der App, während Transferdienste wie Wise sich auf Zahlungen in anderen Währungen konzentrieren.
14. Trade Republic
Trade Republic ist eine Bank aus Berlin, deren App ein Girokonto und eine Debitkarte mit Sparplänen, Aktien, ETFs und Krypto verbindet. Die Nachrichtenagentur dpa meldete im April 2026, dass Trade Republic mehr als 10 Millionen Kunden in Europa hat, davon über fünf Millionen in Deutschland. Diese deutsche Zahl bringt Trade Republic auf den ersten Platz in Gruppe C, vor Revolut als einzigem weiteren Anbieter der Gruppe mit deutscher Kundenzahl.
15. Revolut
Revolut ist eine Finanz-App aus London mit Konten, Karten, Währungstausch und Überweisungen für Privat- und Geschäftskunden und bietet Kunden in Deutschland eine deutsche IBAN. Revolut überschritt im Januar 2026 die Marke von 3 Millionen Privatkunden in Deutschland (auf Englisch), wenige Monate nach 2,5 Millionen. Über alle Märkte hinweg zählte Revolut Ende 2025 rund 68,3 Millionen Privatkunden (auf Englisch).
16. bunq
bunq ist eine Bank aus Amsterdam, die Girokonten, Karten und Sparprodukte für Privat- und Geschäftskunden vollständig über eine App führt. bunq überschritt im September 2025 die Marke von 20 Millionen Nutzern in Europa (auf Englisch), zehn Jahre nach dem Start, und nennt keine Kundenzahl für Deutschland. Die europäische Gesamtzahl bestimmt daher den Platz in Gruppe C, nach den beiden Anbietern mit deutschen Zahlen.
17. Wise
Wise ist ein Anbieter für Auslandsüberweisungen und Mehrwährungskonten aus London, der zum Mittelkurs umrechnet und seine Gebühr getrennt ausweist. Wise zählte im Geschäftsjahr bis März 2026 18,9 Millionen aktive Kunden und bewegte 243,5 Milliarden US-Dollar über Grenzen (auf Englisch), beides weltweite Zahlen. Wise nennt keine Kundenzahl für Deutschland, wo Unternehmen und Privatkunden den Dienst für Zahlungen in anderen Währungen nutzen.
18. N26
N26 ist eine Smartphone-Bank aus Berlin mit deutscher Vollbanklizenz, die Girokonten, Karten und Sparprodukte über eine App führt. N26 meldete für 2025 rund 5,6 Millionen umsatzrelevante Kunden (auf Englisch) in seinen 24 Märkten, bei einem Umsatz von 501,6 Millionen Euro. N26 nennt keine Kundenzahl für Deutschland und steht deshalb hinter bunq und Wise, deren Konzernzahlen höher sind.
19. Qonto
Qonto ist ein Anbieter von Geschäftskonten aus Paris für kleine Unternehmen und Selbstständige, mit Karten, Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen, und betreut deutsche Kunden über eine Niederlassung in Berlin. Qonto bedient mehr als 750.000 kleine Unternehmen und Selbstständige in acht europäischen Märkten, darunter Deutschland, und nennt keine eigene deutsche Zahl.
20. Vivid
Vivid ist eine Finanz-App aus Berlin mit Geschäfts- und Privatkonten, Guthaben in mehreren Währungen und Zinsen auf das Kontoguthaben. Vivid überschritt im März 2026 die Marke von 100.000 Geschäftskunden (auf Englisch), keine zwei Jahre nach dem Start für kleine und mittlere Unternehmen, und nennt keine Zahl für Privatkunden.
Visa, Mastercard und girocard
Visa steht nicht in der Rangliste, ebenso wenig Mastercard, weil beide Kartensysteme sind, die Regeln setzen und das Netz betreiben, während ein Händler mit einem Acquirer und ein Karteninhaber mit seiner Bank einen Vertrag hat. Internationale Kartensysteme wickelten 2022 rund 61 Prozent der Kartenzahlungen im Euroraum ab (auf Englisch), so die Europäische Zentralbank, nationale Systeme wie girocard die übrigen 39 Prozent.
girocard ist das Debitkartensystem der deutschen Kreditwirtschaft, und in der Bundesbank-Studie besaßen 90 Prozent der Befragten eine girocard, weit mehr als jede andere Debitkarte. Debitkarten von Visa und Mastercard holen bei Jüngeren auf, und immer mehr Karteninhaber hinterlegen ihre Karte in einer mobilen Wallet. Was ein Händler für Kartenzahlung in Deutschland zahlt, hängt vom Kartensystem, vom Acquirer und vom Interbankenentgelt der jeweiligen Karte ab.
Kommende Payments-Events in Deutschland
Welche Zahlungsmittel nutzen die Deutschen am meisten?
Bargeld war 2025 in Deutschland weiterhin das meistgenutzte einzelne Zahlungsmittel, mit 45 Prozent aller Zahlungen, während erstmals 55 Prozent der erfassten Einkäufe unbar bezahlt wurden. Unter den größten Bezahldiensten in Deutschland liegt PayPal bei alltäglichen Einkäufen nach Bargeld und girocard auf Platz drei, und bei Internetbezahlverfahren kommt PayPal laut Bundesbank auf rund 86 Prozent. Mobile Zahlungen mit Smartphone oder Uhr erreichten 10 Prozent aller Zahlungen, und an der Ladenkasse führt dabei Apple Pay.
Online-Zahlungsanbieter für Shops und Händler
Online-Zahlungsanbieter in Deutschland nehmen weitgehend dieselben Karten an, daher vergleichen Händler sie nach Preismodell, Auszahlungstempo und den Vertriebswegen, die sie abdecken. Ein Händler wägt ein festes Pauschalentgelt gegen Interchange-plus-Preise ab, prüft, wie schnell das Geld auf dem Konto ist, und fragt, ob derselbe Zahlungsdienstleister Ladenterminal und Online-Checkout abdeckt. Unternehmen mit Abos brauchen wiederkehrende Zahlungen per Karte oder Lastschrift, und größere Händler verteilen Transaktionen über Payment Orchestration auf mehrere Anbieter. Deutsche Onlinekunden erwarten bestimmte Verfahren an der Kasse, und die Online-Zahlungsarten in Deutschland zeigen, welche ein Shop braucht.
Deutsche Zahlungsanbieter
Zu den deutschen Zahlungsanbietern mit Sitz in Deutschland gehören PAYONE in Frankfurt, Computop in Bamberg und TeleCash in Bad Homburg, das zu Fiserv gehört. Bei den Konten sitzen Trade Republic, N26 und Vivid in Berlin, während Revolut, bunq, Qonto und Wise deutsche Kunden aus anderen europäischen Ländern bedienen. Stripe, PayPal, Apple und Google haben ihren Hauptsitz in den USA, und ihre Zahlen erfassen Deutschland nur als Teil weltweiter Summen.
Größte Neobanken in Deutschland
Die größten Neobanken in Deutschland nach veröffentlichten deutschen Kundenzahlen sind Trade Republic mit mehr als fünf Millionen Kunden in Deutschland und Revolut mit mehr als drei Millionen. N26 und bunq nennen keine deutsche Zahl, und N26 meldete für 2025 rund 5,6 Millionen umsatzrelevante Kunden in allen 24 Märkten. Direktbanken wie die DKB führen Konten ebenfalls ohne Filialen, sind aber ältere Banken mit anderem Modell und gehören nicht in diese Gruppe.
Größte Fintechs in Deutschland
Nach Kunden gemessen sind Trade Republic und N26, beide aus Berlin, die größten Fintechs in Deutschland auf dieser Liste, gefolgt von Vivid mit seinen Geschäftskonten. Nach Zahlungsvolumen gemessen nennt kein Anbieter mit Sitz in Deutschland eine Zahl in der Nähe von Stripe oder Adyen, und PAYONE meldet Transaktionen statt eines Volumens. Gründer, Investoren und Standorte im ganzen Land gehören zum größeren Bild der Fintech-Szene in Deutschland.
Zahlungsanbieter und Finance Loop
Finance Loop arbeitet mit Visa als Event- und Netzwerkpartner zusammen, und Sprecher von PayPal und Mastercard treten bei Capital & Code in Frankfurt auf, wo Finance Loop Medienpartner ist. Zahlungsanbieter, Acquirer und Neobanken gehören bei Finance Loop zum Track Zahlungsverkehr und digitales Geld, neben Echtzeitzahlungen, Wero und dem digitalen Euro.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk mit dem Ziel, die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranzutreiben, etwa KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, in vier Themenfeldern Know-how und persönliche Netzwerke aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.